Sonntagsporträt: Many Voices Speak

Schwedische Entdeckung Many Voices Speak

Many Voices Speak aus Stockholm - Fotocredit: Olof Grind

Many Voices Speak aus Stockholm – Fotocredit: Olof Grind

Wir haben für Euch die schwedische Musikerin Many Voices Speak entdeckt.

Mit entdeckt meinen wir wirklich entdeckt. Ich weiß gar nicht mal mehr, wie ich auf die vielleicht eher blass erscheinende Musikerin gestoßen bin. „Necessaries“ war ihr erster Track, den ich mir von ihr angehört habe. Ein sehr tröge wirkender Song, der einen aber nach seiner Spielzeit von doch nur 3 Minuten 19 Sekunden in seinen Bann zieht. Noch nie habe ich so lange und doch so kurze drei Minuten erlebt. Ihre zarte zerbrechliche Stimme wird gedämpft begleitet. Matilda Mård, so heißt die Dame mit bürgerlichem Namen, hat kürzlich erst ihr neues Album „Tank Town“ rausgebracht. Neun noch zerbrechlichere Songs sind da drauf und ein bisschen fühlt man sich so, als wäre man in einer leeren Welt verbannt. Apathisch auf der Couch sitzend und ihrem Sound lauschend. Herrlich schön und reduziert. Fast schon zauberhaft eröffnet sie die Platte mit dem Titelsong und geht dann gefühlvoll in den zweiten „I Saw You“ über. Dieser Song nimmt dann auf einmal Drive auf. Also auf seine Art und Weise. Drums lenken den Song und es entwickelt sich ein Indie-Pop Song, der nie so recht aus sich ausbrechen möchte.

Wenn du der Schwedin lauschen möchtest, musst du Zeit mitbringen. In „Bony Shelter“ verlieren sich mehrere Gitarren-Pickings und lassen daraus einen weitläufigen Song entstehen. Ihre Vocals dämpft sie dabei so krass, dass sie in den Hintergrund rücken. Sie singt so zaghaft und bedacht, dass man auf jedes Wort achtet und jede Pointierung achtet.

 

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