Review: Paperwing

Schwedische Pop-Entdeckung Paperwing

Paperwing aus Göteborg - Fotocredit: Viktor Reuter

Paperwing aus Göteborg – Fotocredit: Viktor Reuter

Wir haben die Schwedin Paperwing für Euch entdeckt.

Oha! Wie gut ist das denn? Eine echte Kirchenorgel in einem Pop-Song. Da hab ich direkt Gänsehaut bekommen. Das Intro des Songs „Love“ bringt einen zum Staunen. Definitiv. Und dann setzt auch noch die teils fragile, teils sehr durchdringende Stimme der Schwedin ein. Herrlich, was für ein schöner Moment. Es folgt ein schwermütiger – wegen der Orgel – Pop-Song. Im Titelsong „Alone We Walk The Land“ experimentiert sie dann auch noch mit einer Geige und einem Synthie. Die Kombination kenne ich zwar schon, aber bisher fand ich die Mischung immer gewöhnungsbedürftig. Hier passt es aber so gut zusammen und harmoniert durch Gegensätze.

Weiter geht es auf dem Album der Schwedin mit „Stories“ und spätestens hier fragt man sich: Was kann die Frau eigentlich nicht? Hier hat sie einen so zarten und verletzlichen Pop-Song geschrieben. Sie drückt geradezu ihre Vocals heraus, wie wenn es eine Qual wäre. Nach diesen drei Eindrücken würde ich ihren Sound als Erwachsenen-Pop bezeichnen. Hier fehlt jegliche Spur von jugendlicher Leichtsinnigkeit. Es ist vielmehr düster, traurig, erwachsen und so, als wäre es wie ein Tagebuch, das nach Jahren gelesen wird. Alle die gemachten Erfahrungen und Unglücke im Leben formen ihre Songs so zu einem Meisterwerk.

 

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