Review: Nicky William

Schwedische Wunderstimme von Nicky William

Nicky William brilliert mit seiner Stimme; Foto: Emil Daniel

Nicky William hat mich regelrecht umgeworfen. Ich weiß nicht, ob ihr dieses Gefühl kennt, wenn ihr eine*n Künstler*in zum ersten Mal hört und ihr nicht weiter denkt als: WOW. Davon will ich mehr hören! Das ist mir beim Schweden Nicky William passiert, als ich „I Fell in Love with Her“ gehört habe. Die Stimme so tief und deep wie der Ozean. Beneidenswert, wenn du mit einer solchen Stimme gesegnet bist. Und dann dieser musikalische Ansatz. Ein Traum, wirklich. Hinreißend und hingebungsvoll agiert Nicky William in seinem Track hier und weiß schon wie er einen um den Finger wickelt. Das passiert dann nämlich spätestens in seiner aktuellen EP „I Want to Feel it All“. Fünf Tracks hat er hier drauf gepackt, die von Balladen, über frech, keck wirkende Songwriter-Soul Nummern gehen.




Was mich so anfixt an seiner Musik ist, dass ich mich auch ein bisschen in eine Zeit zurückversetzt fühle. So muss sich Alt-Folk früher angehört haben. Geerdet, mit einer Hingabe für Tiefe und der Dichte an Arrangements. Das erinnert mich stark an The Slow Show oder Bob Dylan zum Beispiel. Also zumindest in „I Fell in Love with Her“. Die anderen Tracks wirken deutlich moderner und in „Feel it All“ zeigt er nochmal, wie fantastisch seine Stimmgewalt ist. Seine Songs wirken dadurch gleich viel eindrucksvoller. So muss und sollte Alt-Folk auf immer klingen.

 

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