Review: Mightelle

Kopenhagener Kraut-Electro Pop von Mightelle

Mightelle aus Kopenhagen im Review; Fotocredit: Brittany Laura Overgaard

Mightelle verwundert einen beim erstmaligen Hören. Denn mit ihrer aktuellen Single „Proton“ zieht sie krass dichte Wände hoch und verbarrikadiert sich dahinter. Das ist absolut nicht eingängig und absolut null die Art von Pop, die unser Ohr gewohnt ist zuzuhören. Denn sie verwandelt ihre Songs in regelrechte Kraut-Pop Perlen. Ihre Vocals liegen über schrägen Beats und hin und her springenden Rhythmen und Melodiebögen. Das ist schon arg anders, als man es gewohnt ist. Als extrovertiert würde ich ihre Herangehensweise beschreiben. Ihr ist es egal, ob nach den gut 3 Minuten noch der ein oder andere Stein auf dem anderen liegt. Sie zerlegt alles.




Die elektronische Songwriterin Mightelle ist eigentlich Teil des feministischen Synth-Pop-Kollektivs SØNTH, das ebenfalls aus CEAL PARO und Aloo besteht. In ihrer Debütsingle „Proton“ geht es darum zu stehen, zu bleiben und sich festzuhalten, obwohl alles schwarz um einen herum aussieht. Der Sound des Songs ist kraftvoll und ihr Gesang wird von Vocoder unterstützt, was dem Song einen noch aufregenderen elektronischen Touch verleiht. Mightelle, das ist eigentlich Mai Skjødt. Und sie bedient sich aus dem vollen Spektrum an E-Drums, Synths und Effekten. Selten habe ich eine so ausdrucksstarke Musikerin gehört und erlebt.

 

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