Review: Benjamin Dakota Rogers

Kanadischer Folk von Benjamin Dakota Rogers

Benjamin Dakota Rogers aus Kanada; Fotocredit: Weny Wei

Benjamin Dakota Rogers aus Kanada; Fotocredit: Weny Wei

Wir haben den Kanadier Benjamin Dakota Rogers für Euch entdeckt.

Brantford ist eine Stadt in der kanadischen Provinz Ontario. Von dort kommt Benjamin Dakota Rogers. Der Songwriter entspringt somit wie man es beim erstmaligen Hören nicht hätte besser verorten können dem Klischee-Folk Songwriter. Gitarre, bisschen Klavier und eine kratzige Stimme. Wer sich jetzt gleich durch seine Songs auf seiner SoundCloud Seite hören wird, der wird entweder ganz schnell ausschalten. Oder aber man trifft genau den Nerv von Songwriter Sound. Leider ist das mittlerweile bei den Singer-Songwritern immer so. Denn entweder entdeckt man sofort das gewisse Etwas, weswegen man ihm zuhören möchte. Sei es ansprechende Texte, Refrains oder das gesamte Arrangement der Songs.

Oder aber man hört einmal hin und ist sofort weg. Also im negativen Sinne. So weg, dass man sich denkt: Nä, nicht schon wieder so einer, der seine Klampfe in der Hand hält und meint, er müsste uns wieder etwas von seinen Leiden als Mensch erzählen.

Benjamin Dakota Rogers gehört für mich – logisch sonst würde er hier nicht auftauchen – zur ersten Sorte. Ich habe seine neueste Single „Better By Now“ einmal gehört und habe mich dann weiter durchgeblickt. Anfangs war ich auch erst skeptisch, weil es eben genau die Art von nach außen gepressten Vocals gab, die eher anstrengend sind als, dass man ihm zuhören möchte. Dann ging es aber mit „1 Strom Man’s Address to the Circus Crowd“ weiter. Der Titelsong seines 2015 erschienen Albums. Das hat auf SoundCloud nur wenige Hundert Streams. Aber ich lausche ihm gerne. Ruhig, bedächtig und er mit seiner Akustikgitarre. Streichelt über Geschichten, die er einem erzählen möchte.

Es muss einem klar sein, dass wir hier kein Feuerwerk erleben. Er reißt keine Bühnen ein, sondern schlendert eher durch’s Laub oder schaut auf die weite Landschaft hinaus. So fühlt es aber dennoch ganz gut an, wenn ich Benjamin Dakota Rogers lausche.

 

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