Polen versus Schweden Special

Polen versus Schweden Reeperbahn Festival Special

Polen versus Schweden - Reeperbahn Festival Special

Polen versus Schweden – Reeperbahn Festival Special

Am heutigen Samstag müsst ihr etwas Zeit mitbringen für das Polen versus Schweden Special.

Das Line-Up beim Reeperbahn Festival ist wahnsinnig divers. Es spielen so viele unterschiedliche Acts, dass man den Überblick gar nicht behalten kann. Das grenzt schon an ein Wunder, wenn man genau weiß, wann wer wo wie spielt. Und das lässt Bloggern wie mir oftmals Stress entstehen. Deshalb gibt es hier ein kleines Special für Euch. Denn am Donnerstag finden zwei Themenabende statt. Einen Abend nur mit Acts aus Polen und einen Abend nur mit Acts aus dem Pop-Land Schweden. Macht Euch also bereit für das Match, denn hier folgen drei Duelle aus diesen unterschiedlichen Ländern. Alle polnischen Acts spielen im Sommersalon.

Act 1: Polen // BAASCH

Ein ziemlich freakiges Electro-Projekt aus Warschau ist das hier. Live-Electronic wird hier noch groß geschrieben. Fast ein bisschen furchteinflößend, aber unwahrscheinlich kraftvoll und impulsiv. „Several Gods“ war für mich der erste Kontakt zu diesem Projekt und es hat mich an ein bisschen an die alten Rangleklods Songs erinnert. Elektronisch wirklich auf Höchstform performed und total creepy arrangiert. Hier braucht ihr mindestens ein Bier an die Hand, Bock Euch zu bewegen und ihr müsst Euch vor allem auf etwas Neues einstellen. Auf etwas, das ihr so noch nie gehört habt. Toll! 1:0 für Polen sozugagen. Alle schwedischen Acts spielen in der Pooca Bar.

 

Act 1: Schweden // Black River Delta

Wer braucht schon Synthesizer? Niemand! Das würde die schwedische Folk-Rock und Blues-Rock Band Black River Delta ganz lauthals schreien und danach einen kräftigen Schluck aus ihrem Bier nehmen. Denn damit haben sie verdammt recht. Wer Songs der Schweden gehört hat, möchte erstmal nicht mehr umsteigen. Das ist in etwa so wie mit Automatik-Auto und Auto mit mit Gangschaltung. Bei der Gangschaltung spürst du doch den Motor noch viel mehr. Bei Black River Delta spürt ihr defintiv den Blues, den ihr für diesen Abend spüren müsst. Ein sauberer Ausgleich, der anders nicht klingen könnte. 1:1

Acts 2: Polen // Hatti Vatti

Wie schön es doch wär zwischen der Pooca Bar und dem Sommersalon wirklich pendeln zu können. Dann könntet ihr Euch jetzt zurücklehnen. Denn auch hier bekommt ihr es mit einem düsteren Live-Electronic Projekt zu tun. Piotr Kaliński ist wahrscheinlich entweder Mathematiker und verschroben oder einfach nur hochbegabt, denn seine Musik wirkt auf uns wie die Fleischwerdung einer Zahlen. Ryhtmik und Synthie-Gewalt bahnen sich hier ihren Weg. Das wird zwar etwas die Beine erholen, nicht aber Euren Kopf.

Acts 2: Schweden // Maybe Canada

Luftig und romantisch wird es bei der Band, die man wahrscheinlich hier beim RBF wirklich mit einer kanadischen Band verwechseln würde. Die Band um Magnus Hansson aus Göteborg steht auf ihrem Pressebild vor einem schwedischen Häuschen, wie aus dem Bilderbuch. So harmonisch klingen auch ihre Songs. Hier kommen alle auf den Geschmack, die auf hymnischen Folk stehen. Harmonisch und eine echt ausgeglichene Band erwarten Euch. Sanfte Töne für die sonst eher schroffe Pooca Bar.

Acts 3: Polen // BEMY

Zum Abschluss der Polen-Runde im Sommersalon lassen BEMY dann doch nochmal die Gitarren aus dem Sack. Das klingt wie Bonaparte auf Englisch, poppig und tanzend treibend. „Time“ wird Euch bei diesem Festival verfolgen. Denn diesen Refrain „Time is running against us“ werdet ihr nicht wieder vergessen. So einfach kanns gehen. Dieser Indie-Pop-Rock-Electric Act kommt wie die Katze aus dem Sack – aus dem Nichts. Denn davor waren wir ja noch verschrobene Live-Electronic Musik gewohnt. Abwechslung pur also!

 

Acts 3: Schweden // Sarah Klang

Dieser Act ist gefährlich. Wenn man beim Reeperbahn Festival schon das ein oder andere Astra getrunken hat und man stolpert dann in die Pooca Bar und trifft auf Sarah Klang, brauchst du danach erstmal wieder einen Aufpusher. Nicht, dass das schlecht wäre, aber die Schwedin steht sofort vor dir, ist präsent, nimmt dich bei der Hand und setzt dich ganz sanft auf dem Stuhl ab, auf dem du jetzt dann ganz gebannt ihren Songs lauschen wirst. Das ist ganz wundervoll und macht einen ganz wuschig. Dieser Abend sollte nie ausklingen und wenn, dann wäre Sarah Klang der perfekte Live-Act um das Reeperbahn Festival zu beschließen.

Polen versus Schweden, hier treffen zwei völlig unterschiedliche Länder an. Auf der einen Seite stehen Electronic Acts, die unglaublich ausgeklügelt und überhaupt nicht konform mit dem was wir so hören sind. Und auf der anderen Seite überrascht Schweden, das ich sonst nur aus dem Pop-Genre kenne, mit einem Line-Up, das den ganz großen Folk-Ländern wie den USA und Kanada Konkurrenz macht. Egal wie ihr Euch entscheidet: Wenn auch nur einer Eurer Freunde in die jeweils andere Location geht, werdet ihr Euch unterschiedlichstes erzählen und gerade das ist das Schöne an Musik: Sie bereichert uns.

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