Time For T – Hoping, Something, Anything

Time For T neues Newcomer-Projekt

Time For T aus Brighton

Time For T aus Brighton

Silke Knauer stellt Euch das Newcomer-Projekt Time For T im Review vor.

Hippielook, eine Hammond-Orgel und sechs abgedrehte Typen aus verschiedensten Nationen. Das lässt mein Musikliebhaber-Herz schon höher schlagen. Diese Kombination verspricht meistens pure Musik und Lebensfreude gepaart mit Rock und Roadmovieatmosphäre. Und damit liege ich schon ganz gut. Zuerst habe ich mir mal das brandneue Video zum Song „Ronda“ angesehen um ein Gefühl für unsere Newcomer zu bekommen. In dem Video landen wir gefühlt irgendwo in den 60er/70er Jahren, 6 coole Typen nehmen uns mit auf Ihren Roadtrip durch die Staaten, zeigen uns ihr musikalisches Können und haben Spaß am Leben im Hier und Jetzt.

Am 15. September soll das Werk “Hping, Something, Anything“ erscheinen und ich durfte es mir vorab anhören und ich weiß schon jetzt, dass sie es ganz nach oben schaffen werden! Wer sind denn eigentlich sie… Es sind 1 Spanier, 1 Portugiese, 1 Schweizer und 3 Engländer, die in Brighton leben Angeführt wird das Sextett durch den Halbportugiesen Saga Tiago, der mit seiner unverwechselbaren Stimme genau das richtige “gewisse Etwas“ mit in die Songs bringt.

Mit “Blue Train“ führen uns Time for T leise und geheimnisvoll mit Orgel und Streicher in nur 2:14 Minuten ein in ihr Werk und ich fühle mich wieder zurückversetzt in die guten 60er Jahre. Danach folgt gleich unser Roadmovie-Trip-Song “Ronda“ und bringt etwas Schwung in die Sache. Ruhig sitzen ist quasi unmöglich und tanzend tippen ist echt schwierig. Irgendwie liebe ich die Platte jetzt schon.

Da wir es hier mit 13 Songs zu tun haben, werde ich mich hüten nun alle mit Euch durchzukauen und einzeln abzuarbeiten. Vielmehr suche ich nach den richtigen Worten und ich möchte an die Doors-Fans von Euch appellieren! Hört es Euch an. Die Doors haben mich maßgeblich geprägt in meinem Musikgeschmack, ich habe alles verschlungen, was ich zu dieser Band gefunden habe, Bücher, Videos, Filme, alle Alben und sie haben mich fasziniert und tun es noch heute. Und diese sechs Jungs hier kommen verdammt nah ran!

Vorab gab es drei Singleauskopplungen “Tom Tom“, “Rescue Plane“ und “Wax“. Alle drei fanden große Beachtung in den Medien und wenn du bei BBC Radio läufst, dann stehen die Sterne gut für Dich. “Wax“ ist ein rhythmisch fröhlicher Song, der etwas Reggeamäßig daherkommt. In einem Interview mit dem Deutschlandradio hat der Sänger Saga Tiagoauf die Frage nach der Philosophie der Band geantwortet, dass die Philosophie Brasilianisch wäre, wenn es das gebe. Die Band mag die Musik dort und das hat sie auch geprägt. Im Song “Wax“ zeigt er uns was er damit meinte.

Time For T aus Brighton

Time For T aus Brighton

“I didn’t know till I was out, I decide looking in. I was a wild child, always offside. My eyes bigger than my brain…” Texten können sie also auch. Der Song “Maria” geht rockig voran, ist klangvoll geladen und wieder diese Stimme. Wenn ich hier noch einen kleinen Vergleich anstellen dürfte, dann wären es “The Last Shadow Puppets“ die ich noch in die Schale werfen würde. Es gibt doch so einige melodische Parallelen, und diese Stimme.

Schön ist auch hier wieder diese Instrumentenvielfalt, die dem Hörer zu Teil wird. Ich mag es, wenn die Musiker zeigen was sie können und urplötzlich mit sanftem Saxophon, klarem Schlagzeug und einer Orgel um die Ecke kommen. Es lässt den Hörer noch genauer zuhören, nimmt seine Aufmerksamkeit mit und so gewinnt man Fans für die eigene Musik. Man muss es schaffen dem Hörer seine Message zu erzählen, ich in die Musikwelt eintauchen zu lassen und ihn dort zu fesseln, so dass er selber nicht mehr gehen will. Mit dem Song “Galgo“ ist ein 1-minütiges Kurz-Instrumentalwerk zu hören, was genau auf meine Worte passt.

Mit “Olympics“ hat es auch eine Ballade auf die Platte geschafft. Ein reduzierter Song, der vom Gesang lebt und leise mit Gitarre und Orgel begleitet wird. Nicht zu traurig und einfach schön. Jedes Lied auf diesem Album lebt von etwas Besonderem und steht für sich. Alle zusammen geben uns aber ein Lebensgefühl mit an die Hand und das wichtigste daran ist, dass man das Album einfach durchlaufen lassen kann. Den Abschluss bildet das Titellied “Hoping, Something, Anything“ mit 5:40 Minuten ein ziemlicher Brecher, der sich locker schwingend dahingibt und wir wieder mit einer schönen Geschichte versorgt werden, ein würdiger Abschluss.

Eingeordnet werden “Time for T“ in der Indie/Folk-Richtung. Aber ich würde sie gar nicht so eng fassen. Sie sind rockig, sie sind psychedelisch, sie leiden und lachen und leben. Mit den 13 Songs bringen sie ein rundum gelungenes Debutalbum auf den Markt, was viel Beachtung finden wird und das zu Recht. Ich mach jetzt mal Feierabend, ich hab noch was vor… Press Play

Das ganze Album könnt ihr hier hören!

 

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