Naomi Pilgrim

Naomi Pilgrim Pop-Soul Musikerin

Naomi Pilgrim "Sink Like A Stone"; Fotocredit: Patricia Reyes

Naomi Pilgrim „Sink Like A Stone“; Fotocredit: Patricia Reyes

Heute möchte ich Euch die Musikerin Naomi Pilgrim aus Schweden und Barbados mal genauer vorstellen. Vor einigen Wochen erschien mit „Sink Like A Stone“ ihre neue Single.

Wenn du erst einmal Jahre lang als Backup aktiv sein musst, damit überhaupt jemand auf dich aufmerksam wird, kann das ganz schön frustrierend sein. Es kann einem den Mut nehmen, auch mal daran zu glauben, dass man es doch auch kann. Dass man mehr ist als nur der Backup. Aber auf der anderen Seite kann man Naomi Pilgrim das auch wieder anders auslegen. Sie hat einfach stoisch gewartet und an sich gearbeitet. Mit Lykke Li war sie Jahre unterwegs und hat da auch immer als Backup gesungen. Dann kam der Sprung aus dem Schatten heraus.

Dann kam das Jahr 2013. Mit „House of Dreams“ erschien damals ihre erste Single und schon sprangen so ziemlich alle Blogs und Magazine drauf. Weg war der Frust ewig eher im zweiten Rampenlicht zu stehen. Naomi Pilgrim konnte endlich ihre Musik machen, so wie sie es wollte.
Dass jetzt erst ihre zweite EP „Sink Like A Stone“ rauskam, ist auch ein Zeichen dafür, dass sie sich Zeit lässt. Dass sie reflektiert, dass sie Situationen, Ereignisse um sie herum aufnimmt und sie dann in den Songs verarbeitet. So war das zumindest jetzt bei ihrer neuen Single. Es geht um das Erstarken der Rechen und Populisten in Schweden. Denen sagt sie den Kampf an.

Quer durch Europa und wieder zurück zu ihren Wurzeln. In die Heimat Barbados. Diese Zeit hat ihr geholfen, dass sie sich nochmal musikalisch weiterentwickeln konnte. Wie das eben so ist, wenn man nach etlichen Jahren mal wieder in seiner wirklichen Heimat ist. Es waren die Freuden des einfachen Lebens, wie sie das selbst gesagt hat. Und genau dieser Gedanke daran war ausschlaggebend dafür, dass sie nochmal an ihrem Stil bastelte.

Die neue EP der Musikerin aus Schweden und Barbados gleicht einer Offenbarung. Es bildet ziemlich gut den State of the Art des Soul-Elektro Pop ab. Kraftvoll, mit einem straighten Standing und einer Selbstverständlichkeit schreibt Naomi Pilgrim ihre neuen Songs. Zum Beispiel „I Wonder“. Thematisch geht es da um eine Beziehung, die schon von Beginn an auf wackeligen Beinen steht. Man geht sie trotzdem ein. Traut sich, riskiert etwas und verliert.

Naomi Pilgrim ist für mich definitiv eine der Künstlerinnen, die in den heutigen Jahren und in der Szene gewinnen. Sie ist ehrlich, direkt, macht großartige Musik und kommt damit auch noch gut an. Nicht nur das: Mit ihrer zweiten EP steht sie mitten drin im Kosmos.

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