Review: Oliver Malcolm
Ein Spur verrückt – Oliver Malcolm
Oliver Malcolm hat diese gewisse Etwas. Es ist genau das, was mir bei so vielen Producer, Songwritern etc. fehlt. Der in Schweden geborene und in UK aufgewachsene Musiker ist schon auf eine gewisse Art und Weise crazy unterwegs. Die Songs sind wie eine Achterbahnfahrt, total wild unbändig und man weiß nicht, worauf man sich genau einlässt. Jeder Song wirkt wie eine Überraschung. Und doch schafft er es, dass sein roter Faden, seine Linie, seine DNA durch jeden Song strömt. Keiner der Songs wirkt dabei beliebig oder austauschbar. Jeder wie ein Unikat und so, als hätte er sich dabei etwas ganz besonderes einfallen lassen.
Klar das könnte man über viele Musiker sagen, aber bei Oliver Malcolm ist das anders. Er ist da etwas größerem auf der Spur und so hat ihn nicht umsonst Universal unter ihre Fittiche genommen. Wobei ich nicht glaube, dass er ein Musiker werden wird mit keine Ahnung über 20 Millionen Spotify Hörer:innen. Er wird vermutlich kein Ed Sheeran Niveau erreichen, also bei der Bekanntheit. Dafür sind seine Songs zu bewusst unrund und ecken an.
Mit 12 Jahren lernte er schon das Produzieren seiner Songs. Wer das Programm einmal bedient hat, weiß, dass das gerade mit 12 Jahren sicherlich nicht das selbstverständlichste ist. „Cause of You“, „Station Hill“ oder „Bloodline“ um nur drei Tracks zu nennen, die man gehört haben muss. Die Herangehensweise ist unkonventionell und er mischt Indie mit HipHop. Aber nicht stumpf so, dass es sich abwechselt, sondern so, dass es in einen Flow übergeht.
Herr Malcolm wird seinen Weg schon weiter gehen. Dazu muss er in jedem Fall auch mal in Deutschland spielen. Denn hierzulande kennen ihn noch die wenigsten.
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