Musiktipp: „Seeking“ von Kúlu

Fünf Dänen stehen für epochalen Rock: Single „Seeking“ von Kúlu

Stehen mit ihrer neuen Single "Seeking" am Start: Kúlu aus Kopenhagen

Stehen mit ihrer neuen Single „Seeking“ am Start: Kúlu aus Kopenhagen

Wieder einmal überraschen die fünf Kopenhagener das Soundkartell mit einer ausdrucksstarken neuen Single. Redakteur Wolfgang Baustian möchte Sie Euch nicht vorenthalten:

Egal, ob man nun zu früh oder spät kommt, das Leben bestraft einen sowieso. So sehe ich das am Beispiel der dänischen Post- und Noise-Rock-Band Kúlu, die nicht nur extrem fulminanten Rock spielt, sondern auch einen beeindruckend kreativen Output hat. Aber leider eben wie so Viele unter dem Problem leiden, dass unsere Musikkonsumenten zur Zeit kritiklos alles feiern, was daher geschnulzt kommt oder Gangsta mäßig rappen kann. Egal welche Musikmaschinerie dahinter sitz oder welche bereits X-mal gleichen Reime aus dem Hip Hop für Dummies Buch purzeln … wahre Genies haben es eben zur Zeit nicht leicht.

Nichtsdestotrotz kann ich gar nicht anders, als Euch liebe Soundkartell-Leser diese Perle in die Gehörgänge zu reiben. Haben wir die fünf Kopenhagener hier bereits längst auf dem Radar, überraschen mich die Nordmänner immer wieder aufs neue mit ihren neuen Songs. So wie auch mit „Seeking“, in dem es um positive wie negative Abhängigkeiten geht, aber dennoch immer weiter getoppt werden und sich somit in einer immer steiler windenden Endlosschleife befinden.

Um die Dramatik dieses Themas einen gebührenden Klangteppich zu zelebrieren, scheinen sich Kúlu in einen regelrechten Rausch zu spielen und performen einen ziemlich düsteren elektrisierenden Sturm an Gefühlen und Klängen. So ab Minute 3:30 erinnern mich die Bassgänge und Gitarrenriffs sogar stark an meine ehemaligen Gothic-Rock-Helden von Sisters Of Mercy und ich merke, wie mich der Song spontan mitnimmt und ich mich ganz weit vom hier und jetzt entferne … uaaaaah, Gänsenhautmomente pur. Ich bin völlig von den Socken und der Song dreht sich bei mir in der Endlosschleife!

Und wieder einmal haben es Kúlu geschafft und mich mit jeder Faser des Rockers in mir überzeugt. Ich harre weiterhin der Dinge und warte auf hoffentlich bald bessere Tage, mit jungen Menschen, die gerade Bands wie Kúlu sowie ihrer Musik die entsprechende Bühne geben, die sie sich zurecht verdient haben. Asger, Daniel, Søren, Dennis und Torben – bitte, BITTE mehr davon!

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