tagebook von Soundkartell KW 16

tagebook von Soundkartell KW 16

Chadwick Stokes; Credit:  Lisa Czech Photography

Chadwick Stokes; Credit: Lisa Czech Photography

Ich pendele ja immer zwischen meinem Studienort Karlsruhe und dem kleinen Ort in Niederbayern, dort, wo meine Eltern wohnen. Wie ich letzte Woche wieder in Karlsruhe ankam, war mein Schreibtisch mit CDs überhäuft. Deshalb habe ich mir gedacht, ich stelle Euch aus all den CDs, die beste und schönste Auswahl zusammen, egal ob die CD schon veröffentlicht wurde oder es noch wird.

Beginnen möchten wir da mit dem Hamburger Songwriter David Huhn. Am 20. März erschien mit AUSZEIT sein Debütalbum. In der Titelsingle und deren Video ist auch Peter Lohmeyer zu sehen. Ein wundervolles Stück und ein wirklich tolles Video. Nur komisch, dass David Huhn noch nicht allzu bekannt ist.

David Huhn – Auszeit

The Truffauts aus Nürnberg; Credit: TP9 Rec.

The Truffauts aus Nürnberg; Credit: TP9 Rec.

 

Ebenfalls auf meinem Schreibtisch, ist das neue Album SYCAMORE von The Truffauts aus Nürnberg gelandet. Das erschien am 27. März und in der Presse (Rolling Stone) wird das Album zurecht hochgelobt. Als frankophile Nürnberger werden sie hier bezeichnet. Mit “She`s Hugging Trees” hören wir einen Paradesong, der Punk, Powerpop, Sixties und auch ein wenig Indie vermischt. In Nürnberg sind The Truffauts eine wahre Institution, die seit Ende der Achtziger schon aktiv sind. Auch hier ist es schon auch komisch, dass sie auf Facebook noch nicht so eine riesige Fangemeinde versammeln konnten.

The Truffauts – She`s Hugging Trees

Bei der nächsten Band haben wir es mit einem neuen Synth-Pop Duo aus Kopenhagen zu tun. Es handelt sich um die Band Modern Boys, die mal gerne auch die düsteren Sounds auspackt. Es geht in jedem Fall stark elektronisch zu, wobei wir ihren Sound schon auch als reinen Pop bezeichnen können. Sie selbst sagen er sei intelligent aber tanzbar. Davon könnt ihr Euch jetzt bei “Schoolyard” selbst überzeugen.

Modern Boys – Schoolyard

Wir bleiben in Kopenhagen und möchten Euch das Indie-Rock Trio Mount Rushmore Safari vorstellen. Wirklich viele Instrumente brauchen die Dänen hier nicht, um einen sehr fülligen und überzeugenden Sound entstehen zu lassen. Mit “House On Fire” haben wir den Opener ihrer Platte ELBA ausgewählt. Düster, getragen und an vielen Stellen tauchen dann doch tolle Synths auf.

Mount Rushmore Safari – House On Fire

Tja. Bei dem nächsten Künstler Joris fällt uns nicht viel ein. Mit HOFFNUNGSLOS HOFFNUNGSVOLL haben wir es mit einem neuen Songwriter aus Vlotho zu tun. Eigentlich hätte er das Album komplett selbst produzieren können. So spielt der junge Herr neben der Gitarre auch Klavier und Schlagzeug. Uns erinnert seine Musik an eine Mischung aus dem Songwriting von Bosse und die Stimme ähnelt der von Casper. Wir finden, dass das eine wirklich erstaunlich gute Mischung ist. “Herz Über Kopf” ist seine aktuelle Debütsingle.

Joris – Herz Über Kopf

Chadwick Stokes; Credit:  Lisa Czech Photography

Chadwick Stokes; Credit: Lisa Czech Photography

 

Für den nächsten Künstler geht es nach Boston. Chadwick Stokes releaste 2011 sein erstes Album, welches wirklich ganz großartige Resonanzen fand. Bereits am 20.02 erschien mit THE HORSE COMANCHE das zweite Soloalbum des Songwriters. Hierauf finden sich zehn tolle Tracks, die mal beschwingt, mal wie ein echter Country-Knaller und mal wie ein echter Cowboy-Song klingen. Für uns ist das eines der tollsten internationalen Songwriter Alben des Jahres. Davon könnt ihr Euch bei seinem Track “I Want You Like a Seatbelt” überzeugen.

Chadwick Stokes – I Want You Like A Seatbelt

Wir bleiben beim Thema “Songwriter”. Der kommt aus Dänemark und bezeichnet seine Heimat als eine Art “open Road”. Das sagt doch recht viel über Son Of Caesar aus. Nicht nur, dass der Name für das Soloprojekt toll gewählt wurde, sondern auch, weil der gute mit WINTER CAME AND WENT ein tolles Singer-Songwriter Album veröffentlicht hat. Der Titelsong der Platte hat uns vom ersten Moment an sofort überzeugt. Mal wieder eine tolle Entdeckung aus Dänemark!

Son Of Caesar – Winter Came And Went

Aufgepasst! Jetzt bekommt ihr es mit einer echt tollen Neuentdeckung zu tun. Das Soundkartell stellt Euch die Band Condor Avenue aus Vilnius in Litauen vor. Seit 2013 existiert die Band und seitdem haben sich vier Litauer sich zu einem wirklich tollen Indie-Rock Quartett zusammengetan. Mit “The Crown” wurde uns vergangene Woche ein Track zugespielt, der wirklich alles hat, was ein toller Indie-Rock Song braucht. Richtig gute Gitarren und eben das gewisse Etwas an Rock. Der Bandname kommt übrigens vom Song “Condor Ave” von Elliott Smith.

Condor Avenue – The Crown

Auch das neue Album DANCE AND CRY des dänischen Indie-Pop Duos Darkness Falls lag auf unserem Schreibtisch. Das erschien am 30. März und ist mal wieder ein klassisches Beispiel dafür, welch gutes Gespür so mancher Booker bei Festivals hat. Letztes Jahr, also beim Spot Festival 2014 haben wir die beiden noch auf der Bühne gesehen und da waren beide noch furchtbar aufgeregt und es waren nicht gerade viele Zuschauer zugegen. Doch das neue Album schlug richtig gut ein und die Band hat sich nun zu einer wirklich bekannten Band gemausert. Tja, das haben Darkness Falls auch wirklich richtig gut gemacht. Hier bekommt ihr 11 wirklich richtig starke Indie-Pop Tracks.

Darkness Falls – Dance And Cry

Wir wussten auch nicht was das sollte. Das Cover des Albums von Black Yaya hat uns erstmal verschreckt. Doch der Typ, der ein bisschen aussieht wie José González hat da ein wirklich facettenreiches und auch hippes Album veröffentlicht. Manchmal braucht es halt auch nicht viel, außer einen kreativen Kopf, der weiß, wie er sich zu vermarkten hat. Für uns ist das einer der In-Künstler für das Jahr 2015. Vor allem auch, weil wir uns so in seine Platte verschossen haben. Darauf findet ihr auch den Track “Under Your Skin”.

Black Yaya – Under Your Skin

Apropos verschossen. Wir sind jetzt erst so richtig auf den Dampfer gekommen, welch wirklich großartiges Album da Dan Mangan zusammen mit Blacksmith produziert hat. “Club Meds” gehört für uns zu dem besten, was wir jemals aus den Federn eines Songwriters gehört haben. Mit “Offred” läuft bei uns derzeit ein Track rauf und runter. Er berührt uns regelrecht und kommen gar nicht mehr weg von ihm. So muss es sein.
Mit diesem Track der Woche, ja nicht sogar Track des Jahres verabschieden wir uns und wünschen Euch noch eine tolle Restwoche.

Dan Mangan + Blacksmith – Offred

Foto 01: The Truffauts; Credit: TP9 Rec.
Foto 02: Chadwick Stokes; Credit: Lisa Czech Photography

Leave a Reply Text

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bestätige, dass du kein Computer bist. * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

*