tagebook vom Soundkartell

tagebook vom Soundkartell

Soundkartell-Sendung im tagebook bei mucbook; Credit: Christina Herrmann

Soundkartell-Sendung im tagebook bei mucbook; Credit: Christina Herrmann

Ein zweiter tagebook Eintrag des Soundkartells und seiner einstündigen Radiosendung. Diese Woche beginnen wir mit der Zusammenarbeit des BY-On Spitzenförderprojektes. Jenes Projekt ermöglicht es bayerischen Künstlern, dass sie an wichtigen Workshops teilhaben dürfen. Den Anfang der Bands, die sich beim Soundkartell beworben haben macht die Münchner Rockband tanertill. Dazu habe ich mich mit ihnen über ihre Musik, ihr neues Album sowie deren weiteren Pläne unterhalten.
Doch beginnen wir mit einer Band aus Mannheim: i am poet.
Am 07. Oktober wird die Band, die ursprünglich als Soloprojekt ins Leben gerufen wurde ihre Single “Shiver”. Auf diese wird am 18. November ein ganzes Album folgen. In ihrer Musik gehen sie ganz eigene Wege und machen eine impulsive Mischung aus Elektro und Indie. Dabei haben sie ihre Songs sowohl auf der digitalen wie auf der analogen Ebene bearbeitet und produziert. Die Stimmung, die sie dabei projizieren fällt überaus intim aus. Ihre Single “Shiver” ist ihnen auf wundervolle Art und Weise gelungen und ich bin mir sicher, dass wir von ihnen spätestens am 18. November mehr hören werden. Da die Single noch nicht online zu finden ist (wird nachgereicht!) könnt ihr jetzt hier eine Bedroomdisco Session von ihnen hören.

i am poet – Shiver

i am poet releasen im November ihr Debütalbum!

i am poet releasen im November ihr Debütalbum!

Kommen wir nun zur Band tanertill. Seit 2010 gibt es sie nun und sie bringen dieses Wochenende ihre zweite Platte heraus. Die beiden sympathischen Musiker Andreas und Erdem haben sich dazu vor kurzem einen dritten Mann in die Band geholt, der jetzt für die fülligen und treibenden Bässe zuständig ist. Auch wenn, der ein oder andere Leser hier Vorbehaltet gegenüber Hard-Rock oder dergleichen hegt, sei ihm wärmstens empfohlen in die Band hinein zu hören und zu ihrem Releasekonzert am 05.10 im Backstage in München zu gehen. Einen richtig guten Track der Band habe ich euch mit “Cool” ausgesucht. Dieser ist auch auf ihrem neuen Album enthalten. Spätestens jetzt habe auch ich meine Vorbehalte gegen Rock abgelegt, denn, das was tanertill dort fabrizieren ist schlichtweg gute Musik.

tanertill aus München; Credit: Andreas Breunig

tanertill aus München; Credit: Andreas Breunig

tanertill – Cool

Über wie viele unzählige Edits wir in den letzten Jahren gestolpert sind können wir hier gar nicht mehr aufzählen. Es waren definitiv zu viele und etliche davon waren dann doch nicht so gut, dass sie im Gedächtnis bleiben. Doch als ich vor wenigen Tagen über ein Edit des Münchner DJs Dan Grassler stolperte, wusste ich genau, dass dieser mir länger erhalten bleiben würde. Der Bayer hat sich an dem alten Track “Clocks” von Coldplay versucht und daraus ein wirklich schönes Edit gestaltet. Das Tolle daran ist, alle Liebhaber der älteren Coldplay Titel werden sich dabei ertappen, wie sie plötzlich wieder anfangen werden ihre Songs zu hören. Oldie but Goldie eben.

Coldplay – Clocks (Dan Grassler Edit)

Die nächste Band war schon oft Bestandteil der Playliste in der Sendung: VETO. Das liegt daran, dass sie mitunter zu den Bands gehören, die mir am liebsten sind. Die Dänen sind hierzulande noch nicht allzu bekannt. Doch um die Band geht es jetzt nur zweitrangig, denn der nächste Titel stammt von Rangleklods. Ein weiterer Däne innerhalb der so musikbegeisterten dänischen Landschaft. Als ich vor etwa drei Jahren den Sänger von VETO auf einen Geheimtipp ansprach, legte er mir Rangleklods ans Herz, welcher sich kurzer Hand dann auch in Deutschland einen größeren Namen auf diversen Pop Festivals erspielte. Da zwischen dem Frontman von VETO, Troels und Rangleklods eine engere Verbindung besteht mixte er kurzer Hand ihren Track “Filter”. Das Ergebnis ist eine wundervolle “Neuauflage” des Songs.

VETO – Filter (Rangkleklods Remix)

Wir haben wir noch eine weitere Band aus Bayern im Gepäck: RiGNA FOLK. Die Band aus Ulm hat ihr zweites Album “Sól” veröffentlicht und hat mich vom ersten Moment an mit ihrer überbordenden Klangmalerei a la Sigur Rós überzeugt. Schon erstaunlich, dass es einen solchen Sound aus Bayern gibt, der sehr nach Märchenwäldern und Nebelfeldern klingt. Wir sollten uns klar werden, dass Bayern dazu in der Lage ist großartige Musik zu produzieren, die nicht nach dem üblichen Pop Geschrammel klingt, sondern mit komplexen Songstrukturen und einem einwandfreien Songwriting aufwartet. Ein tolle Neuentdeckung und gutes Album. Bravo!

RiGNA FOLK – Paradox

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