Preview: Album „The End is Nigh but the Night is Young“ von Strangers On A Train

Tom Waits hat seine dänische Muse geküsst: Album „The End is Nigh but the Night is Young“ von Strangers On A Train

Neues Album "The End is Nigh but the Night is Young" von Strangers On A Train

Neues Album „The End is Nigh but the Night is Young“ von Strangers On A Train

Das Soundkartell möchte Euch dieses energetische Polka-Tango-Gipsy-Country-Folk-Album ans Herz legen. Warum verrät Redakteur Wolfgang Baustian:

Nicht erst meine Kollegin Johanna hatte das Potenzial der dänischen Formation Strangers On A Train bemerkt und entsprechend überschwänglich über die Single „Baby I’m the Devil“ (Link) berichtet. Auch mich hat die sintflutartige Energie der nordeuropäischen Kapelle äußerst beeindruckt. Nun kam in kurzer Folge noch eine Single-Auskopplung, „Lost Her To Wolves“, und die Möglichkeit das komplette Album „The End is Nigh but the Night is Young“ vorab durchzuhören. Schon jetzt kann ich sagen: Hut ab, Dänemark, was geht ab bei Euch?“! Denn es ist schon recht beeindruckend, welchen musikalischen Output dieses kleine Land mittlerweile hervorbringt.

Ist mein musikalischer Horizont, zu mindestens geografisch, vielleicht etwas beengter als bei weit gereisten Musikjournalisten, mag ich aber dennoch behaupten, dass sich aus meiner Sicht Kopenhagen, Aarhus und Co. zu einen Schmelztigel des musikalischen Aufbruchs hervortun. Denn viele der mich in der letzten Zeit beeindruckendsten Neuheiten kamen überwiegend aus unserem nordischen Nachbarland. Und Strangers On A Train wollen da bestimmt keine Ausnahme sein.

Dazu geben sich die Männers ordentlich Mühe. Allen voran ist es dem wilden, schon fast animalischen Musikmix in Verbindung dieser dermaßen eindringlichen Stimme von Frederik Juul Rasmussen geschuldet, dass man sich der Magie dieser unbändigen Musik kaum entziehen kann. Klar, Strangers On A Train machen keinen Hehl aus ihren Einflüssen, allen voran Tom Waits. Aber für mich schafft die Band das, was einem Tom Waits aus vielerlei Gründen verschlossen blieb. Denn hier werden Komponenten wie Melancholie, Menschheit, Stories, Emotionen, Lebenslust- und frust sowie inniges Mitteilungsbedürfnis zu atemberaubenden Songs zusammen gepresst, dass einem sprichwörtlich die Luft wegbleibt. Aber auch die Begabung, ein wenig mehr Mainstream trotz des hohen Anspruches mit einzuflechten, scheint mir der Schlüssel zum Erfolg zu sein.

Aber Strangers On A Train sind auch bei der Auswahl der Musikgenre, derer sie sich bedienen nicht zimperlich. Polka, Gipsy, Tango, Rock, Folk, Country – ja, hier wird verdammich weit ausgeholt und auf jegliches Schubladendenken geschissen. Ich finds geil … Punkt. Selten kommen einen Songs wie die 12 auf dem neuen Album „The End is Nigh but the Night is Young“, obwohl neu, so vertraut vor. Vielleicht weil sie einfach das Innerste in uns Menschen ansprechen? Vielleicht werde ich jetzt auch auf Grund meiner Begeisterung gegenüber dem Album bereits viel zu pathetisch … Hey, was soll’s. Die Jungs sind einfach genial, rocken total und reißen mich einfach mit. Und das kommt wirklich nicht oft vor.

Strangers On A Train aus Kopenhagen überraschen mit ihrem Mix aus Polka, Gypsy, Tango, Rock, Folk und Country.

Strangers On A Train aus Kopenhagen überraschen mit ihrem Mix aus Polka, Gypsy, Tango, Rock, Folk und Country.

Und wie immer bei so einer recht charismatischen Band, verursacht die Musik von Strangers On A Train verschiedenste Reaktionen. Da darf wild durch Bude getanzt werden, sich animierter Weise erstmal ein Drink hinter die Binde geschüttet werden, oder aber gerne auch eine Träne vergossen werden und sich aus dem selben Grund gleich noch einmal das Glas voll gemacht werden. Egal, bei den 12 Songs auf „The End is Nigh but the Night is Young“ darf gerne alles gefeiert werden. Und wenn es auch nur die Tatsache ist, dass es wieder einmal eine dänische Band wie Strangers On A Train geschafft hat, die Musikszene so richtig durcheinander zu würfeln. Skål!

Das neue Album „The End is Nigh but the Night is Young“ von Strangers On A Train könnt Ihr ab dem 30. November bei dem Platten-Dealer Eures Vertrauen erstehen. Aber Vorsicht, denn Nebenwirkungen sind gänzlich unausweichlich.

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