Review: Lunar

Dänischer Psychedelic-Sound von Lunar

Lunar aus Dänemark - Artwork: Daniela Bretes Maciel Elneff

Lunar aus Dänemark – Artwork: Daniela Bretes Maciel Elneff

Das Soundkartell hat für Euch die Psychedelic-Band Lunar entdeckt.

Fünf Musiker stehen bei Lunar auf der Bühne. Der Sound klingt für die volle Besetzung allerdings nicht ganz so füllig, wie man vermuten mag. Langsam, träge und langsam aufbauschend kommen ihre Songs auf der Platte „Mirrors“. Der Opener „Killed By Surprise“ braucht ziemlich lange, bis er endlich mal Fahrt aufnimmt. Dann geht es aber so richtig ab. Eine Fülle an Gitarrenriffs und ein theatralischer Gesang von Leadsänger Christian Therkildsen bricht über einen herein. Das wirkt wie ein Gewitter. Und was dann mit „Lucy Told“ folgt, ist wie der bereinigte Tag danach. Smooth, gediegen und gelassen. Richtig entspannt wirkt das dann auf einmal und so, als müsste man sich erstmal hinsetzen nach dem letzten Feuerwerk. Einmal kurz durchatmen.

Bei „Churches“ wird dann zum ersten Mal klar, wie stark die Dänen eigentlich besetzt sind. Bläser, eine rauchig britische Stimme, Drums, dessen Rhythmen einen nicht loslassen und schepps psychedelische Gitarrenriffs. Das klingt dann auf einmal nach einem abgesoffenem Abend an der Bar. Man strauchelt und taumelt nach Hause. Das ist wunderbar anstrengend, denn Lunar können sich auf ihrem Werk gar nicht wirklich auf einen Sound bzw. einen Rhythmus in ihren Songs einigen. Mal ist es abgedreht, mal total erschöpft und verkatert. Das macht richtig Laune und macht Lunar auch zu einer wundervollen Entdeckung so am letzten Tag im Jahr.

 

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