Rezension: Lausch – „Quiet Men“

Lausch releasen neues Album “Quiet Men”

Lausch "Quiet Men" Albumrezension

Lausch „Quiet Men“ Albumrezension

Die Indie-Rock Band Lausch hat Anfang Oktober ihr neues Album rausgebracht.

Ich mag das Grün! Ein schönes Grün, das ich mir auch gut in meiner Wohnung vorstellen könnte. Das war so ziemlich die erste Assoziation, die ich beim Anblick des neuen Albums der österreichischen Rock-Band Lausch hatte. Das Design der neuen Platte ist schon besonders schön muss ich sagen. Und der erste Eindruck ist eben doch das Cover, Artwork und das gesamte Design, wenn man eine Platte im Netz sieht.

Dass sich dann dahinter keine blumige Indie-Band verbirgt, war klar. Irgendwie. Denn Kenner der Szene wissen, dass die drei Wiener Alexander Lausch, Arnold Zanon und Matthias Ledwinka für satte Gitarrensounds und bretternde Riffs stehen. Keine Blumen. Die Message dahinter und für alle 10 Songs auf der Platte ist eine, die, dass Lausch ein Gegenpol sein wollen und ihn auch sein müssen.

Ausufernde Gitarrenriffs wie in “Hot Air” sind völlig normal und gehören zum guten Ton. Selbst das treibende Schlagzeug setzt hier immer mal wieder aus und so umschiffen sie gekonnt Rhythmenwechsel, bauen Verschnaufspausen ein. Die brauchen wir auch beim fünften Werk, denn die Übergänge sind wie in “We Might As Well” nahtlos brachial.

Das ist von der Spaßigkeit her gefühlt wie die früheren Red Hot Chili Peppers und der Ernsthaftigkeit von Audioslave. So fühlt es sich für mich an. Dass man bei diesem Album wirklich voll auf seine Kosten kommt, stimmt einen zuversichtlich, dass Indie-Rock und Rock an sich überaus durchdacht und intelligent konzipiert werden kann. Dass es aber mit Lausch vor allem wieder eine Band gibt, bei der man Rock wieder hören kann, ohne sich auf WG-Partys zu schämen.

Eine absolute Kaufempfehlung geht da also raus. Denn selten habe ich ein so komplettes Album, mit so viel Inbrunst und Verve geschrieben, produziert und am Ende auch auf Platte gedruckt erlebt. Ein Anwärter für das beste Indie-Rock Album des Jahres 2017. Danke dafür!

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