Jay Cooper

Jay Cooper „Love/Fifteen“ Review

Jay Cooper mit neuer EP "Love/Fifeteen"; Fotocredit: Raffael Stiborek Photography

Jay Cooper mit neuer EP „Love/Fifeteen“; Fotocredit: Raffael Stiborek Photography

Das Soundkartell hat einen neuen Lieblings-Songwriter aus Österreich. Jay Cooper hat uns mit seiner neuen EP überrascht.

Es ist unfassbar schwer einen noch mit dem Sound eines Songwriters zu überraschen. Eine Gitarre hat ja jeder in der Hand. Und die Stimme ist natürlich auch immer ein wichtiges Element und Stilmittel. Eingesetzt wird das meistens dann aber so, als wolle der Songschreiber immer gleich losheulen. Sein Herz ausschütten und du hörst dir das dann meistens auch immer noch genussvoll an. Bei dem Songwriter Jay Cooper ist das alles anders. Der Wahl-Wiener und Londoner Songschreiber hat uns mit seiner neuen EP „Love/Fifteen“ überrascht.

Ein schicker Rock’n’Roller. Ein Songschreiber, der eher wirkt wie ein Frontmann einer Band wie der Baybshambles oder The Libertines. Für mich ist das wirklich etwas Neues. Denn Jay Cooper bespielt seine Gitarre wie ein wahrer Rock’n’Roll Star. Seine Stimme ist klassisch verraucht, rau und kratzig. Sie ist markant und wirkt auf mich authentisch. Wenig verstellt. Seine neuen Songs sind kein Konstrukt der verliebten Singer-Songwriter, die immer wieder für ein „Ohlalala“ in ihren Songs gut sind. Nein Jay Cooper will für all das nicht herhalten.

Da ist zum Beispiel der Opener der EP „Thumbs Up,Faced Down“. Da eröffnet ein Rock’n’Roll Riff den Song und übermannt einen regelrecht. Ich bin sofort drin in der EP. Sie zieht mich rein und will auch sofort den zweiten Song hören. Mit „Don’t Shoot The Gun“ geht es erstmal etwas ruhiger weiter. Es ist schon erstaunlich wie gut sich das britische Rock’n’Roll Element mit dem Wiener Kleinbürgertum vereint. Einer meiner liebsten Tracks der EP ist „More, More, More“. Disharmonische Akkorde, die eben nicht in das Gewand eines klassischen Singer-Songwriters passen. Und dann ist da immer wieder diese umwerfend gute Stimme des Wieners. An die kann man sich auch Stunden nachdem man die EP gehört hat, noch erinnern. Das verspreche ich Euch.

Leave a Reply Text

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bestätige, dass du kein Computer bist. * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

*