Feature: Wyvern Lingo

Wyvern Lingo „Awake You Lie“ Albumreview + Interview

Wyvern Lingo im Interview über ihr neues Album; Fotocredit: Miguel Ruiz.

Heute stellen wir dir das neue Album “Awake You Lie” vom Trio Wyvern Lingo vor.

Was würdest du anders machen, wenn du ab deinen 20ern nochmal alles von vorne beginnen könntest? Dieser Frage sind wir vermutlich öfter ausgesetzt als uns lieb ist. Sind die 20er doch die Jahre in denen wir eigentlich die Weichen für unser weiteres Leben stellen. Die drei irischen Freundinnen und Bandkolleginnen Karen Cowley, Caoimhe Barry und Saoirse Diane stellen sich in ihrem neuen Album genau diese Fragen und trösten sich in den 10 Songs teils selbst. Es sind die Sorgen, die sie umtreiben, ob sie auch alles richtig gemacht haben.

„Awake You Lie“ wird am 26. Februar veröffentlicht. Aufgenommen wurde es in den JRS-Studios in Berlin vor der COVID-Phase. Was für ein Zufall. So erscheint das Album fast exakt zwei Jahre nach ihrem Debütalbum. “Awake You Lie” führt uns im Kern genau dorthin wie es der Name schon explizit sagt. Die Tracks sollen ein Bild zeichnen von jemandem, der nicht schlafen kann, weil er so unruhig ist und sich Sorgen macht.




Von Bray in Irland führte sie ihr gemeinsamer Weg von gemeinsamen Pyjamapartys hin nach Berlin und quer durch Europa. Immer die drei Damen im Gepäck. Unzertrennbar und somit gedanklich auch immer sehr nah. Und musikalisch? Wo stehen sie nun? Ich würde sagen mitten in einem Sog aus R’n’B, Pop und Indie. Sie suchen sich ganz flink ihre eigenen Weg, weichen dann vom Schema F ab und wirken eher wie ein spontan eingespielter Song, der während einer Jam-Session entstand. So geht von den Bass-Lines und den Riffs auf der Gitarre zwar eine ungeheure Unruhe aus. Sie strahlen aber dennoch Wärme aus. Es kann gerne auch mal krachen. Kein Problem. Oder sich ganz sanftmütig wie in Wellenform wieder abregen “Aurora”. Wobei dann “There’s A Place” direkt mit verdichteten Soli aufwartet und ordentlich Wirbel reinbringt.

Wegen COVID-19 mussten die drei Freundinnen Berlin wieder verlassen und zurück nach Bray. Die Familie und die Nähe zu ihren Freunden erzwang diese Entscheidung. 2021, das Jahr ihres zweiten Albums soll aber auch das Jahr der Rückkehr werden. Zurück nach Berlin.

Because of COVID-19 you had to go back to your home town of Bray from Berlin. You want to return to Berlin in 2021. To what extent is the new year together with your new album a time of new beginnings?

Wyvern Lingo: Wir lieben Berlin! We really miss it and can’t wait to return. Recording our album and moving to Berlin in itself was a new beginning for us, but it feels right to be releasing the album at a time when it looks like there is a little bit of hope on the horizon. This really does feel like a new beginning, especially because it is so different releasing music without playing any live shows.

The 20s are a difficult time. Are there any decisions you made that you regret now?

Wyvern Lingo: Yes, it is certainly a period of learning. No, je ne regrette rien, because without those bad decisions, there would be no learning, only more bad decisions!

But there shouldn’t be any time that you regret having lived, right? Especially in our time there are many possibilities open to us and we can theoretically turn our whole life upside down overnight.

Wyvern Lingo: I think that too many possibilities can often be the cause of existential crises or feelings of anxiety and doubt. For most of our 20s we focussed so intensely together on Wyvern Lingo, and only when we started writing this album at 28 did we start to wonder if we had made the right moves in our personal lives. Taking a leap of faith and relocating to Berlin together to make this record was what made everything fall into place for us. We have been welcomed into the music community in Berlin, and have made some really great friends there. Experiencing a totally different world has given us great perspective and made us feel much more grounded in ourselves.

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