Wampire – Portland liefert das Album für den perfekten Moment

Wampire – Portland liefert das Album für den perfekten Moment

Wampire

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Aus Portland stammt das wohl entspannteste und doch facettenreichste Album des Sommers 2013. Wampire heißen sie und debütieren mit ihrem Album „Curiosity“. Das Soundkartell sagt euch wie es klingt und wer die Herren von Wampire sind.

Es fing alles mit STRFKR an, als eben jene Starfucker aus Portland in ihrer Heimatstadt ein Konzert gaben. Sie eröffneten damals das Konzert ihrer Kollegen und so nahm das Schicksal seinen Lauf. Das Duo Wampire stand somit im Fokus sämtlicher Blogger und kursierte daraufhin unaufhaltsam durch das Web und durch diverse Musikforen.
Wampire, das sind Rocky Tinder und Eric Phipps und jene jungen Herren haben soeben ihr Debütalbum „Curiosity“ veröffentlicht. Darauf präsentieren sie uns neun durch und durch chillige Pop-Wave Tracks.

„Curiosity“ entstand wie auf einem Seziertisch. Jede Sekunde wurde genauestens analysiert.

Sogenannte Labelmates, eine befreundete Band des gleichen Labels also, bzw. dem Bassist des UMO Mortal Orchestras Jacob Portrait gefiel der Auftritt der beiden sogar so gut, dass er das Heft in die Hand nahm und vorschlug die Songs der Band Wampire zu produzieren. Also kamen Rocky und Eric mit einer Handvoll Ideen an Songstrukturen zu ihm ins Studio. Dort wurden die Fitzel auseinander genommen und nachdem sie einer grundlegenden Analyse unterlagen, wurden sie wieder zusammengefügt. Stellenweise muss es sehr heiß her gegangen sein, denn so wurden auch wieder ganze Texte und fertige Strukturen verworfen. Manchmal müssen wir eben das Begonnene entsorgen und von vorne beginnen.

Dieser Tatsache geschuldet sollten wir meinen, müsste so ein Prozess alles andere als motivierend sein. Doch Wampire machte sich umso energischer und kreativer ans Werk. Jacob Portrait hatte somit großen, wenn nicht sogar den größten Anteil daran, dass aus „Curiosity“ ein sommerliches und entspanntes Werk geworden ist, das sich hören lassen kann. Wir hören es der Platte jedenfalls keineswegs an, dass sie quasi wie eine Leiche auf dem Seziertisch auseinander genommen wurde und am Ende wieder zugenäht wurde. Die Narben sieht bzw. hören wir absolut nicht.

Um einen kleinen Soundvergleich anzustellen, sollten wir vorher kurz in Albert Hammond Jr. reingehört haben. Die Stimme ähnelt der von Albert zwar recht stark aber dennoch ist sie facettenreicher und so müssen aufgrund der gewählten Tempi und Rhythmenwechsel auch der Vergleich mit Little Joy fallen. Wenn die Synths, die klingen als stünden sie seit den 90ern im Schrank, nicht wären könnten wir sie auch mit den Strokes verwechseln. Wobei bei Wampire der Fokus nicht allzu sehr auf den Gitarrenklängen liegt. Das Soundspektrum ist dabei wirklich äußerst breit gefächert. Das sagt auch Phipps selbst zu der daraus entstandenen Musik, obschon er das etwas verwunderlich findet. Passend zum Albumtitel „Curiosity“ und so schließt sich am Ende ein wohlklingender Kreis.

Songs wie „Orchards“ oder ihre erste Single „The Hearse“ strahlen dabei eine unfassbar große Sexyness aus. Jetzt fehlt nur noch das Meer, ein Sonnenuntergang wie im Bilderbuch und eine Freundin im Arm.

„Curiosity“ ist das ideale Album für den perfekten Moment, den es so lange wie möglich zu genießen gilt.

Achja: Wer jetzt beginnt die Band auf Facebook zu suchen oder auf Bilder der Band stößt, sollte nicht abgeschreckt sein. Die Musik klingt absolut nicht so, wie sich die Herren haben ablichten lassen.

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