Vacancy Labour

Schwedische Experimentierfreude von Vacancy Labour

Vacancy Labour aus Linköping; Fotocredit: Marday Media Productions

Vacancy Labour aus Linköping; Fotocredit: Marday Media Productions

Heute stellen wir Euch die schwedische Indie-Band Vacancy Labour aus Linköping vor. Lest hier was das Soundkartell dazu zu sagen hat.

Es gibt ja wirklich Musik, die einen in bestimmten Momenten zur richtigen oder aber auch zur falschen Zeit berührt. Sei es nach einer schmerzhaften Trennung, dann werdet ihr merken, dass Euer Herz in Tausend Teile zerspringt. Oder aber auch bei freudigen Momenten. Da werdet ihr genau vom Gegenteil erfüllt. Schon eine ganz schön Achterbahnfahrt. Warum ich das erzähle? Ganz einfach, weil ich mit Vacancy Labour auf eine schwedische Indie-Band gestoßen bin, die mit ihrer neuen Single “Walpurgis Night” genau in diese negative Kerbe geschlagen hat.

Sie ist so herzzerreißend schön und bewegend, dass ich kurzerhand dachte, die Band muss ich Euch unbedingt vorstellen. Bisher ist die Band noch bei keinem Label. Dafür gibt es aus dem Jahr 2012 mit “Sakura, Sakura” ein Album, das wir uns über Spotfiy anhören können. Da hören wir, dass sich die Band vom Sound her nicht großartig verändert hat. Mit “Roads” finden wir einen ähnlich mitreißenden Song. Er lebt von der Schönheit der Einfachheit. Der Song baut sich ganz langsam auf und ich kann mir richtig gut vorstellen genau diesen Song zu hören, wenn ich in der Bahn sitze und einfach nur aus dem Fenster schaue. Sehe wie die Landschaften, Distanzen so an mir vorbeiziehen.

Es ist richtig einfach sich in dem Song zu verlieren, seine Gedanken abdriften zu lassen. Weil einfach niemand stört. Kleine Bläser und Gitarrensounds im Hintergrund, die stark an die von Coldplay erinnern. Insgesamt sind die Songs allesamt sehr experimentiell. Die Schweden probieren sich an einzelnen Soundschnipseln aus. Da flackert und flirrt so manches dahin, schon fast sphärisch.

Das zieht sich so durch. Auch bei “What These Times Show” arbeiten sie stark in die experimentielle Richtung, wobei sie da schon deutlich mehr nach vorne gehen. Der Song endet in einem wahren Reigen und endet genau an dem Punkt, an dem ein Song vorbei sein sollte. Den muss man erstmal treffen.

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