Was macht ein gutes Konzert aus?

Gastbeitrag #1: Was Ort macht ein gutes Konzert aus?

Was macht ein gutes Konzert aus? Fotocredit: Ramona Pietsch

Was macht ein gutes Konzert aus? Fotocredit: Ramona Pietsch

An diesem Sonntag gibt es mal kein Sonntagsporträt. Im Gegenzug haben wir den ersten Gastbeitrag von Ramona Pietsch für Euch beim Soundkartell. Es geht um die Frage, was ein gutes Konzert ausmacht?

Wir haben den ersten Gastbeitrag in unserem Portfolio. Der wurde von Ramona Pietsch über unser Crowdfunding zum Relaunch der Seite erworben.
Ramona Pietsch ist selbst Bloggerin und schreibt für die Seite Princess Pietsch. Lest hier den ersten Gastbeitrag:

Wann ist ein Konzert gut? So pauschal kann man diese Frage wohl nicht beantworten. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Mittlerweile kann ich die Frage aber zumindest für mich selbst beantworten. Im Schnitt bin ich pro Monat auf drei bis vier Konzerten. Da sieht und hört man einiges. Große Bands in riesigen Hallen, Singer-Songwriter im kleinen Wohnzimmer und alles was dazwischen liegt.

Ich bin kein Fan von großen Konzerten in Olympiahallen. Man muss wahnsinnig früh da sein, um einen guten Platz ergattern zu können. In die vordersten Reihen schafft man es trotzdem nie, also sieht man auch immer schlecht. Um einen rum sind tausende Leute, drücken von allen Seiten gegen einen. Es ist heiß und eng. Man steht stundenlang auf einem Fleck von weniger als einem halben Quadratmeter. Außer man hat sich Sitzplatzkarten organisiert. Aber das ist doch doof. Wer will bei einem solchen Konzert sitzen und dann auch noch so weit weg von der Bühne, dass man gar nichts mehr erkennt?! Ich will doch tanzen und springen.

Viel lieber gehe ich auf Konzerte, die ein paar Nummern kleiner sind. Wer sich in München auskennt: so in etwa in der Größe vom Strom, Ampere oder der Theaterfabrik. Da passen immer noch einige Leute rein, aber man muss sich nicht so stressen. Manchmal reicht es sogar, wenn man erst zehn Minuten vor Beginn da ist. Apropos…das ist auch so eine Sache. Ich mag es nicht, wenn mich die Musiker warten lassen. Ein Konzert sollte pünktlich anfangen. Nicht erst eine halbe Stunde später. Weil…man freut sich doch schon so drauf!
Was ich auch ganz schlimm finde, ist Pogo. Ich hab den Sinn dahinter auch nach ausführlichster Recherche nicht verstanden. Außerdem bin ich viel zu tollpatschig und hilflos, um da wieder heil rauszukommen. Also, nein: ein gutes Konzert braucht kein Pogogetanze. Im Prinzip kommt ein gutes Konzert auch ohne Vorband aus, aber sowas gibt es eher selten. Dann bitte wenigstens eine Band, die zum Hauptact passt und den Geschmack des Publikums trifft. Klingt logisch, ist aber nicht immer die Realität.

Wenn man aber mit Sicherheit ein gutes Konzert erleben möchte, kann ich nur jedem solche in ganz, ganz kleinen Locations empfehlen – oder noch besser: Wohnzimmerkonzerte. Da sind dann meistens nur 30 bis 50 Leute anwesend. Man setzt sich gemütlich auf den Boden, was zwar immer sehr unangenehme Arschkrämpfe mit sich bringt, aber ansonsten ist es wunderbar entspannt. Man erlebt kleine Bands, Musiker, Singer-Songwriter ganz natürlich und ohne viel Schnick-Schnack. Ich liebe es, wenn die Musiker Geschichten zu ihren Songs erzählen oder von Erlebnissen während der Tour berichten. Da werden nicht einfach stur die Songs runtergespielt und “Tschüss” – sind sie wieder von der Bühne verschwunden. Die Musiker gehen auf das Publikum ein. Und genau so soll es doch sein (ha, das reimt sich sogar).

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