The Weather Machine

Sensibelchen – „Peach“ von The Weather Machine

The Weather Machine mit neuem Album "Peach"

The Weather Machine mit neuem Album „Peach“

Am 05. Februar erschien mit „Peach“ das neue Album der US-amerikanischen Folk-Pop und Rock Band The Weather Machine. Das Soundkartell hat sich reingehört.

Ein Sensibelchen ist ja an sich keine positive Bezeichnung. Also wenn man so genannt wird, dann ist man meistens übertrieben sensibel. Weint gleich oder jammert sofort los. Bei der Musik von The Weather Machine und ihrem neuen Album „Peach“ hat der Begriff für mich aber eine andere Bedeutung. Es ist ein Album, das man vorsichtig behandeln muss. Es ist auch ein Album, das mehrere Durchläufe braucht. Aber nicht, weil ich es mir hätte „schön hören“ musste. Sondern, um wirklich zu kapieren, was da die zehn Tracks abgeht. Die Band aus Portland klingt auf ihrem Album wie eine Mischung aus so vielen Indie-Folk Bands, die ich in letzter Zeit ausgiebig gehört habe. Ein bisschen Admiral Fallow oder ein bisschen Hey, Rosetta!. Aber nicht nur das. Für mich hat das Album auf einen Schlag einen ganz eigenen Eindruck hinterlassen. Das mag wohl auch an der warmen und sehr eindringlichen Stimme von Slater Smith. Er war es auch, der die Band vor gut vier Jahren gegründet hatte.

Auf „Peach“ arbeiten The Weather Machine mit so einigen Instrumenten und variieren auch unglaublich schön in Tempo und Rhythmik. Richtig gut hat mir da zum Beispiel „Lilium“ gefallen. Auch weil der Übergang zum vorangegangenen Track „Some Evenings Are For Dancing“ so schön gelungen ist. In „Lilium“ hört ihr, dass sie unglaublich viel Spaß daran haben, sich zu fünft auszutoben. Irgendwie hört sich der Track so an, als wäre in einer gemeinsamen Jam-Session entstanden. Dass die fünf US-Amerikaner auch alle singen können beweisen sie gemeinsam im Intro vom nächsten Track „How To Get To Roseburg“. Zumindest kurz treten sie da in einem gemeinsamen „Oooooh“ im Chor auf. Wirklich schön ist, dass „Peach“ gespickt voll ist von unterschiedlichen Herangehensweisen an die Songs selbst. In „As Long As We Get Along“ klingen sie schon fast nach Indie-Band. Aber auch das steht ihnen gut!

Der krönende Abschluss kommt mit „Wonder Show“. Hier nehmen sie nochmal alles an Tempo raus. Es folgt ein etwas geklampftes Intro mit einer Akustikgitarre. Genau an dieser Stelle bin ich geneigt zu sagen: „Hey das ist einfach nur noch schön!“ Das einzige Problem ist allerdings nur, dass kaum Tracks dabei sind die beim ersten Mal ins Ohr gehen. Klar, die muss es auch nicht zwingend geben. Aber für den ein oder anderen Musikchef ist das halt immer noch ein ausschlaggebendes Kriterium, wenn es darum geht, ob ein Song im Tagesprogramm oder doch eher nur in der Abendschiene untergebracht wird.

Derzeit sind The Weather Machine auf Tour!

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