The Julie Ruin

The Julie Ruin neues Album „Hit Reset“

The Julie Ruin mit neuem Album "Hit Reset"; Fotocredit: Shervin Laine

The Julie Ruin mit neuem Album „Hit Reset“; Fotocredit: Shervin Laine

Am 08. Juli kam mit „Hit Reset“ das neue Album der New Yorker Band The Julie Ruin raus. Ich habe mich mal reingehört.

Kathleen Hanna, Kathi Wilcox, Kenny Mellman, Carmine Covelli und Sara Landeau sind als The Julie Ruin nach drei Jahren Schaffenspause wieder mit einem neuen Album am Start. „Hit Reset“ erschien am 08. Juli und darauf haben sie 13 neue Tracks gepackt. Drei Jahre ist es her, nachdem die Band mit „Run Fast“ das letzte Mal etwas von sich hören ließ. Das neue Album ist ein weiterer Schritt in ihrer Laufbahn, wenn nicht derjenige, der alles perfektioniert.

Sängerin Kathleen ist zumindest der Meinung, dass die neuen 13 Tracks die wohl ehrlichsten sind, die sie je getextet hat. Es in ihren neuen Texten um ziemlich gewichtige Themen wie Kämpfe mit Krankheit, Misshandlung, Sexismus und wie schwer es für sie ist von Menschen loszukommen. Das klingt ziemlich happig und vereint in der Musik der drei Frauen und beiden Männern klingt das dann auch. Es ist rumpelig und an vielen Stellen bewusst disharmonisch arrangiert. Gerade auch im Gesang. Aber vor allem die Gitarren können psychedelisch und launisch kaum sein. „I Decide“ ist da so ein Song, beim dem die fünf Frauen das perfekt zum Vorschein bringen.

Sehr experimentell und draufgängerisch gehen sie forsch ans Werk. „Be Nice“ ist ein Song, den man wohl wahrscheinlich nur ungern zum Frühstück hört, dafür aber umso mehr abfeiert, wenn man spät Nachts im Club anhängt. Einfach weil er eben so verrückt und völlig durchgedreht ist. Es macht ohnehin den Eindruck, dass The Julie Ruin machen dürfen was sie wollen. Und das tut ihrem Sound ungemein gut. Er wirkt immer frei von jeglichen Konventionen. Das Album ist so gesehen aber auch alles andere als leichte Kost. Man braucht schon seine drei bis fünf Durchgänge, bis man auch auf der gleichen Wellenlänge ist, wie die Band aus New York.

Wer das schafft und durchhält, bekommt wohl eines der spektakulärsten Psychedelic-Rock und Pop Alben des Jahres geliefert. Ihr braucht aber einen längeren Atem als sonst. Mein persönlicher Anspieltipp ist „I’m Done“.

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