The Emma Project

Indietronic Band The Emma Project aus Berlin

The Emma Project aus Berlin

The Emma Project aus Berlin

Diesen Freitag haben wir mit The Emma Project eine Indierock und Indietronic Band am Start, die wir Euch hier über das Soundkartell vorstellen möchten.

Letztes Jahr im Dezember, kurz vor Weihnachten erschien die zweite EP von The Emma Project. Schon zu diesem Zeitpunkt hatten sie sich eine etwas größere Fanbase erspielt. Das ist insofern erstaunenswert, da zwei Eps ja jetzt noch nicht die riesige Diskographie schlechthin ist. Der Erfolg, der ihnen dadurch eingebracht wurde ist dafür umso beachtlicher. Und so halte ich nun auch die aktuelle EP „Chromatic“ in den Händen. Etwas ärgerlich: Die Songtitel sind allesamt in Spiegelschrift hinten aufgedruckt. Da frage ich mich schon, was das soll bzw. wie soll man denn da bei schnellem Lesen kapieren welchen Track man hört? Naja ist auch einerlei, dachte ich mir dann. Was zählt ist die Musik.

Und da bieten The Emma Project eine wirklich schöne Mischung aus Akustik-Gitarren, E-Gitarren, Drums, Bass und von Hand gespielte Keyboards. Ein Saxophon taucht dann auch mal auf und schmiegt sich recht sanft in die anderen Indie-Rock Klänge. Gut gefällt mir, was The Emma Project in ihren Tracks stimmlich produzieren. Nicht nur weil der Sänger Fabrice eine ziemlich markante Stimme hat, sondern auch weil sich die anderen beiden Mitglieder auch noch einreihen in den Gesang.

Auch wenn die Keyboards sehr schwärmerisch und wieder mal mit einem Standard-Text angepriesen werden, sind es gerade diese Keys, die mir bei erstmaligem und dann auch mehrmaligem Hören besonders positiv auffallen. Sie sind schön arrangiert und könnten genauso gut auch zu einem Elektro-Projekt passen. Es ist aber nicht so, dass sie uns einem aufdrängen. Sie bleiben stets dezent im Hintergrund und werden von den anderen Instrumenten wie eben Bass, Akustik-Gitarre und E-Gitarre perfekt unterstützt.

Zwei wirklich interessante Seiten bieten uns The Emma Project in ihren Songs. Einerseits können wir wie bei „Living In Reverse“ schon auch mal unser allbekanntes Tanzbein schwingen. Da nehmen die Songs Fahrt auf. Die können The Emma Project aber ganz beliebig auch wieder herausnehmen und etwas mehr in die Tiefe gehen. Da kommen dann schon fast balladische Songs wie „Mother Nature“ oder „Dark Roads“ bei raus.

Insgesamt haben mich The Emma Project mit ihrer Musik überzeugt. Einzig und allein die Produktion wirkt etwas flach und dünn. Sie hätte etwas fülliger und auf gut Deutsch „fetter“ ausfallen können. Klar manchmal ist weniger mehr oder wie wir so schön sagen. Aber gerade wenn man eine wie bei The Emma Project drei Multi-Instrumentalisten am Start hat, könnte der Sound etwas dicker aufgetragen sein. Aber vielleicht wäre das ja was für den nächsten Release.

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