tagebook von Soundkartell KW 29

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Nolita View aus London

Nolita View aus London

In dieser Woche habe ich mal wieder für Euch die neueste und für mich beste Musik der Woche gesammelt. Es geht dabei nach Stockholm, Kopenhagen und Australien. Das Soundkartell empfiehlt Euch folgende Tracks.

 

Beginnen möchte ich in dieser Woche mit einem Act vom Waldstock Festival. Auf dem Waldstock Festival in Pegnitz habe ich die vierköpfige Band Isolation Berlin zum Interview getroffen. Dabei habe ich mit ihnen über einige wirklich relevante Themen im Musikbusiness gesprochen. Der Gig war gut und auch das Gespräch unglaublich interessant. Von ihrer aktuellen EP spielen wir ihren bekanntesten Track “Körper”. Deutschsprachige Texte und damit gehen sie ordentlich nach vorn.

Isolation Berlin – Körper

Für die nächste Neuvorstellung habe ich die neue Single der australischen Indie-Electronic Band Gypsy & The Cat dabei. Mit “Evolution” haben die Australier da einen ganz vorzüglichen Track releast. Den haben sie zusammen mit Client Liasaion einem weiteren Indie-Duo aus Australien produziert. Rausgekommen ist ein smoother und schon auch etwas funkiger Indie-Track mit vielen großflächigen Synthies.

Gypsy & The Cat – Evolution

Mit Indie-Pop bin ich ja sozusagen aufgewachsen. Daran führt bei mir auch kaum ein Weg vorbei. Den perfekten Sound dazu machen Vinyl Thief aus Nashville. Da kam auch jetzt letzte Woche mit “Longer” ein neuer Track raus, den ich auch mal wieder feiere. Hier bekommt ihr sogenannte tropical 80′s vibes zu spüren. Alles funky.

Vinyl Thief – Longer

Weiter geht es mit der Londoner Band Nolita View. Vier Briten haben sich da auf Ebay ein paar Instrumente zusammen gekauft und damit eine EP mit drei Tracks aufgenommen. Mit gerade mal knapp 170 Likes auf Facebook bekommt ihr es jetzt mit einer echten Newcomer-Band zu tun. Der neueste Track “Departed” erschien erst letzte Woche der dritte Track im Bunde der EP. Ja, was soll ich dazu noch sagen? Ein absolut toller Indie-Rock Song, der sogar eher in die Ecke des Post-Rocks abdriftet.

Nolita View – Departed

Unsere musikalische Reise führt uns jetzt nach Chicago. Dort haben Gemini Club, die vier Musiker gerade einen neuen Track rausgebracht: “Fret & Regret”. Der ordnet sich auch ganz stark der Indie-Electronic Ecke zu und wird aber im Gegensatz zu den anderen üblichen Projekten etwas tanzbarer. Heißt es gibt zahlreiche Dance-Beats, auf die ihr recht schnell abgehen könnt. Dass sie so tanzbar sind, liegt daran, dass es einen DJ gibt, der für die elektronischen Beats sorgt. Der neue Track ist ein absoluter Sommertrack.

Gemini Club – Fret & Regret

Ich liebe ja australischen HipHop. Der kommt diese Woche unbedingt von Mind Over Matter. Nicht nur weil das hier bei “Problems Aside” die perfekte Mischung aus elektronisch arrangiertem DJ-Sound ist, sondern auch weil wir die Rap-Parts zusammen mit Paige IV ziemlich geil finden. Das passt perfekt zusammen!

Mind Over Matter – Problems Aside

Jetzt kommt ein etwas krasserer Wechsel. Auf Alberteen sind wir über Spotify gestolpert. Die Band ist auch noch richtig unbekannt und die vier Musiker kommen aus Nottingham, soll heißen sie machen ganz klassisch britischen Sound. Mit “We Are The Mods” haben sie kürzlich einen kleinen “Teaser-Track” für ihr neues Album rausgebracht.

Alberteen – We Are the Mods

Auch ich vom Soundkartell hinke ab und an mal hinter was neue Musik betrifft. Da sind manche Kollegen dann doch schneller. So geschehen bei We Are Match. Die Band aus Frankreich macht um es mal kurz auszudrücken ziemlich geilen Sound, der ein wenig an The Neighbourhood erinnert. Aber Gott sei Dank nur daran erinnert. Vor gut zwei Jahren haben sie den Track “Violet” releast und auf den bin ich jetzt letzte Woche gestoßen. Dass auf ihrer Soundcloud-Seite direkt danach Balthazar im Soundcloud-Radio läuft, lässt nur für die Qualität der Band sprechen.

We Are Match – Violet

Canary-8815 - Credit [Sam Pearson]

Wir haben endlich mal wieder einen Lieblingstrack! Der kommt von der australischen Band Canary aus Melbourne. Die hat letzte Woche ihre neue Single “Women’s Business” rausgebracht. Nicht nur weil der Text bzw. die Lyrics so überragend den Moment treffen, in dem ich mich persönlich befinde, sondern auch weil der Track an sich einfach klasse ist. Er baut sich so wundervoll auf und hat innerhalb der gut 6 Minuten so viele Facetten, dass man sich darin immer wieder einer anderen Situation ausgeliefert sieht.

Canary – Women’s Business

Mit Grüßen aus Stockholm geht es an dieser Stelle mit einem Brüder-Trio namens Stalon weiter. Seit Anfang Juli ist das Debütalbum „False Alarm of Spring“ raus und darf gerne kostenlos runtergeladen werden. Die Brüder schauen sich tatsächlich ziemlich ähnlich, was auf dem Cover der Platte auch recht lustig aussieht. Die Band macht, so würde ich es auf den ersten Eindruck hin beschreiben 80ies-Indie. Also einen Sound, der interessanter Weise mehrere Stilrichtungen vereint. Indie-Gitarren und auch die Anmutung der Songs geht ganz stark in diese Richtung. Aber insgesamt wirkt der Song doch so, als wäre er in den 80ern entstanden. Mit “Mama Told Me” habe ich einen doch sehr guten Track für Euch ausgesucht.

Stalon – Mama Told Me

Er ist ein wahrer Geheimtipp. Leo Kalyan aus London. Ihr bekommt es jetzt mit einem jungen Sänger, Songwriter und Produzent aus London UK zu tun. Der Sound brickelt und brodelt. Einfach unglaublich ausgereifter und doch manchmal auch sehr massentauglicher Electronica, Future R&B mit dem gewissen Downtempo, das auch im House verankert ist. Mit “Fingertips” spiele ich Euch jetzt die aktuelle Single seiner EP “Silver Linings”.

Leo Kalyan – Fingertips

GordonJune_original_Jamie Ryan

Verabschieden möchte ich mich in dieser Woche mit meiner absoluten Lieblings-Folk-Band aus Dänemark derzeit. Gordon June aus Kopenhagen. “Let Go” ist definitiv einer der schönsten Songs seit langem. In diesem Sinne, wünsche ich Euch vom Soundkartell aus eine wundervolle Woche!

Gordon June – Let Go

Foto 01: Nolita View;
Foto 02: Canary; Fotocredit: Sam Pearson
Foto 03: Gordon June; Credit: Jamie Ryan

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