tagebook von Soundkartell KW 28

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Mynth; Fotocredit: Niko Ostermann

Mynth; Fotocredit: Niko Ostermann

Der Sommer und die Hitze. Das ist trotzdem irgendwie immer wieder erstaunlich. Jetzt jammert wieder wirklich jeder. Um Eure Jammerei mal etwas abzumildern haben wir für diese Woche wieder allerlei Songs im Netz ausfindig gemacht und die wollen wir Euch jetzt vorstellen. Der Schwerpunkt liegt da in dieser Woche auf den beiden Ländern Österreich und Australien.

Beginnen möchten wir mit dem Wiener Fusion-Electronic-Pop Duo Mynth. Da haben wir es mal wieder mit einer unglaublich tollen Neuentdeckung aus Wien zu tun, denn die neue Single “Friends” hat genau das richtige Tempo für diese erdrückende Hitze. Recht gemächliche Synthies erzeugen hier einen wirklich großartigen Sound und drückt ihnen schon so ein bisschen den Stempel auf die Stirn, dass sie anders sind, als die anderen Synth-Pop Entdeckungen, die gerade massenweise von unserem Nachbarn aus Österreich nach Deutschland schwappen.

Mynth – Friends

Da bleiben wir doch glatt in Wien und kommen zum bekannteren Duo Fijuka, das aus Ankathie Koi und Judith Filimónova besteht. Mit “Cold Brat” erschien jetzt die Vorab-Single zum neuen Album, das im Herbst erscheinen wird. Auch hier bekommen wir es mit sehr futuristischen Synth-Pop zu tun, der nur so aus Österreich kommen kann.

Fijuka – Cold Brat

Kidcat Lo-Fi

Kidcat Lo-Fi

Beim Label Problembär Records erschien ebenfalls letzte Woche ein neuer Track von der Wiener Band Kidcat Lo-fi. Mit “Hate Summer” haben sie uns sozusagen den perfekten Anti-Sommer Track geliefert, obwohl ich persönlich dem nicht so ganz zustimmen mag. Dennoch haben wir es auch hier wieder mit einer tollen Neuentdeckung aus Wien zu tun, die so auch noch gar nicht allzu bekannt ist.

Kidcat Lo-fi – Hate Summer

Um Euch unbekanntere Bands und Künstler vorzustellen bin ich ja schließlich da. Und da mache ich auch gleich mit der Band Skellums aus Liverpool weiter. Sie widmen sich auf ihrer Debüt-EP “Clarion Call” dem klasssichen Alternative-Sound. Mit Rent & Debt Records haben sie sogar ihr eigenes Label gegründet und damit machen sie sich auf in die weitläufige Welt des Musikbusiness. Dass sie mit ihrer EP auffallen und neue Zuhörer finden werden, davon gehe ich jetzt mal stark aus. Denn der Sound trifft perfekt die Mischung aus Massentauglichkeit und unterhaltsamen Alternative, der nicht zu stressig und brachial mit Gitarrenriffs aufgezogen wird. Lasst Euch da mal von ihrem Track “The Avenue” überzeugen.

Skellums – The Avenue

Weiter geht es mit einem Songwriter namens Fergus Brown. Der Songwriter gehört doch tatsächlich noch zu den Künstlern, die auf ihrer Facebook-Seite einen Link zur Myspace-Seite angeben. Der Sound des Songschreibers ist gar nicht mal so klassisch, wie wir es vermuten könnten. Er ist deutlich experimentieller und absolut nicht weinerlich, was wir ja doch immer wieder zu hören bekommen müssen. Mit “Nerds In Love” haben wir den Opener seiner Debüt-Platte aus dem Jahr 2009 “Burgers Frown” schätzen gelernt.

Fergus Brown – Nerds In Love

Weiter geht es hier mit einem weiteren Solokünstler. LANKS gehört ja mittlerweile zu den Standard-Tipps eines jeden Musikbloggers. Der Singer-Songwriter und Producer Will Cuming, wie er mit bürgerlichem Namen heißt hat mit “Banquet” eine neue EP rausgebracht, auf der wir seinen Song “Hold Me Closer” ausfindig gemacht haben. Für mich ist das der Singer-Songwriter Sound unserer aktuellen Zeit. Zeitgemäßer geht es nicht. Synthies, eine tolle Stimme und was LANKS da an Atmosphäre kreiert ist schier beeindruckend.

LANKS – Hold Me Closer

Es gibt halt tatsächlich auch noch die Alben, deren Release völlig an uns vorbei gehen. So geschehen beim Rapper Blueprint. Da hat er halt mit “King No Crown” ein neues Album rausgebracht. 15 Songs und über eine Stunde feinster HipHop. Das erwartet Euch da und mit “The Talented Tenth” haben wir einen der besten HipHop Tracks seit langem ausgemacht.

Blueprint – The Talented Tenth

Wir kehren nochmal nach Melbourne zurück. Im April erschien mit “My Resting Place” die neue Single des Duos Colour Bomb. Das besteht aus den beiden Musikern James Saunders and Tom Whitty. Live werden sie noch durch einen weiteren Künstler ergänzt und stehen dann zu dritt auf der Bühne. Offiziell bezeichnen sie sich als Indie-Pop Band, wobei das Pop-Element schon deutlich überwiegt. So arbeiten auch die beiden Musiker viel mit Synthies und Drum-Computern. Das entscheidende Indie-Element fehlt mir persönlich da jetzt gänzlich. Doch nichtsdestotrotz ist “My Resting Place” ein wirklich guter Song, der sich auch perfekt als Werbe-Song im TV eignen würde.

Colour Bomb – My Resting Place

Allzu oft kommt es ja nicht vor, dass ich Euch hier Musik vorstelle, die schon mehrere Jahre alt ist. Wenn es sich dann aber um Musik handelt, die ihr trotzdem wohl noch nicht gehört habt, dann ist mir das schon eine Vorstellung wert. So geschehen beim Folk, Indie und Pop Quintett The Honey Month aus Brisbane. 2010 erschien mit “Foliage” eine erste EP der Band. Seitdem kam da nichts mehr, aber der Sound ist so vielversprechend gut, dass wir doch mal hoffen, dass sich die Band zu einem neuen Release aufrafft. Sehr stimmungsvoll mit allerlei Instrumenten wie einem Klangspiel, Banjo und einer überragend guten Stimme, bauschen sie hier ihren Song “The Owl” auf. Wie eine wahre Folk-Band eben.

The Honey Month – The Owl

Weil es so schön ist, bleiben wir in Brisbane. Mit Dan Parsons haben wir auch über Spotify mal wieder einen tollen Folk, Pop und Country Songwriter kennengelernt. 2013 erschien das selbstbetitelte Album des Australiers und darauf findet sich der herzzerreißend schöne Song “Close Your Eyes, Let It End”. Ein wirklich umwerfender Song, der uns gerade doch mitten ins Herz trifft.

Dan Parsons – Close Your Eyes, Let It End

Wir bleiben bei dem Konzept Mann und Gitarre und stellen Euch den australischen Songwriter Leroy Lee aus Sydney vor. 2012 erschien mit “Arcadia” seine letzte EP und drei Jahre vorher hat der Australier sein selbstbetiteltes Album herausgebracht. Darauf sind wir auch auf den Track “Drawing Smoke” gestoßen. Schon erstaunlich wie gut das Konzept Mann & Gitarre auch heute noch funktioniert. Wobei ein bisschen Geklimper und Gesinge heutzutage nicht mehr reicht.

Leroy Lee – Drawing Smoke

Heute haben wir hier ja gerade zwei Länder als Schwerpunkte ausgesucht: Österreich und Australien. Wir bleiben in Australien und haben mit Basement Birds eine Band für Euch, die auch wieder ihr Banjo auspackt. Der Sound kommt locker und fluffig daher. Mit “Bus Stop” gibt es da einen Song, der in den gesamten knapp 3 Minuten jegliche Sommergefühle vereint, wie wir es vorher selten gehört haben.

Basement Birds – Bus Stop

Zwei Tracks hätten wir noch für Euch. Der vorletzte kommt vom Solokünstler Old Man River. Woher er kommt können wir so nicht herausfinden. Er hat die Weltachse, Axis Mundi als Base angegeben, was so viel bedeuten soll, dass er sich wohl überall wie daheim fühlt. Dass er mit seiner Musik einfach überall unterwegs ist. Wenn ihr jetzt gleich seinen Track “One Step” hört, den er im Februar 2015 releast hat, dann wisst ihr glaube ich, was ich meine.

Old Man River – One Step

So das war`s für diese Woche! Den Abschluss mache ich heute mit einem Musiker wieder aus Australien. Faker, so heißt das Indie-Rock Projekt des Musikers Nathan Hudson. In seiner Heimat ist er schon deutlich bekannter als hier bei uns. Den Abgang machen wir mit seinem bekanntesten Song “This Heart Attack”. In diesem Sinne, wünschen wir Euch noch eine wundervolle Restwoche!

Faker – This Heart Attack

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