Rigna Folk – Klangmalerischer Post-Rock aus Ulm

Rigna Folk – Klangmalerischer Post-Rock aus Ulm

Rigna Folk aus Ulm; Credit: Benjamin Fischer

Rigna Folk aus Ulm; Credit: Benjamin Fischer

Der Blog wurde ursprünglich aus dem Gedanken heraus gegründet bayerische Bands vorzustellen. Diesem Anspruch folgen wir jetzt auch bei der nächsten Band aus Ulm. Sie heißt Rigna Folk und sie machen fernab der üblichen Indieszene eine tolle Mischung aus Noise, Experimental und Post-Rock. Das Soundkartell stellt vor.

Es ist schon eine größere Schwierigkeit bei all der Masse aufzufallen. Indie und teils noch HipHop dominieren die Musikszene in Bayern. Ab und an huschen dann noch Rockbands der alten Riege durch`s Bild. Doch dann kommt erst einmal längere Zeit nichts. Leider müssen wir sagen, denn die Noise- und Experimental-Pop Szene hat eine viel zu schwache Lobby müssen wir feststellen. Es gibt sie nämlich trotzdem, die guten und hoffnungsvollen Bands unter ihnen.

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So verhält es sich in jedem Fall auch mit Rigna Folk. Geht es nach ihrer Beschreibung ist die Musik vielfältig. Auf der einen Seite sei dort die Klangmalerei von Sigur Rós, die Bildhaftigkeit von Pink Flyod und die Experimentierfreudigkeit von Radiohead vorhanden. Gleichzeitig, vereint in Rigna Folk, der vierköpfigen Formation aus Ulm. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf ihrer Musik allein. Es spielen in ihren zahlreichen Videos auch in ihren Live-Shows die Visuals eine gesonderte Rolle. Dadurch schaffen sie es zwei Ebenen aufzubauen. Einerseits ihre träumerisch musikalische und andererseits eine zweite Welt für die Augen, in der wir uns während ihrer Songs verlieren.

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Das Besondere an einer solchen Performance ist natürlich, dass sie Raum schafft. Jeder Zuhörer kann sich etwas anderes darunter vorstellen und seinen Gedanken freien Lauf lassen. Das schaffen sie aber zu großen Teilen zunächst einmal durch ihre Musik. Auf Bandcamp bekommen wir dort einen guten ersten Eindruck. Nehmen wir zum Beispiel den Titel “Criminal pt I” heraus, so schaffen sie durch ihren schier unendlich dichten Instrumenteneinsatz eine wahre undurchdringbare Nebelbank. Ausufernde und nimmer enden wollende Gitarrenriffs erschaffen eine grandiose Atmosphäre. Der zweite Teil “Criminal pt II” schließt an den tollen Song direkt nahtlos an. Wobei jener Track ohne Vocals auskommt und “nur” von seiner überwältigen Instrumentierung lebt. Lediglich gegen Ende des Songs tauchen die ersten Lyrics auf.

 

Rigna Folk aus Ulm; Credit: Janine Grüber

Rigna Folk aus Ulm; Credit: Janine Grüber

 

In manchen Teilen der Songs macht es fast den Eindruck, als hätten die vier Ulmer ihre Songs von ihrem Album “Sól” im Wahn geschrieben. Stellenweise muten die Strukturen äußerst aggressiv an und im nächsten Moment sind sie liebevoll gar melancholisch gestaltet. “Paradox” ist ein perfektes Beispiel für diese Vorgehensweise. Rigna Folk bewegen sich tatsächlich gerne in immer wieder zwei unterschiedlichen Welten und Ebenen. Das einerseits visuelle Element gemeinsam mit ihrer atmosphärischen Musik. Die abwechselnd auftauchenden emotionalen Ebenen.

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