Rezension: SAINTS – „Too Deep“ EP

Post-Punk Duo SAINTS überrascht mit EP „Too Deep“

SAINTS EP Release "Too Deep"

SAINTS EP Release „Too Deep“

Heute versüßen wir Euch den Start in die Woche mit der EP „Too Deep“ von SAINTS.

Die Gitarren klingen gepickt so, wie bei The xx. Und es dröhnt. SAINTS haben mit ihrer EP „Too Deep“ einen Glücksgriff gelandet, denn in den vier Songs schaffen sie es uns auf ihre düstere Post-Punk Seite zu schlagen. Und das obwohl das Projekt noch so dermaßen frisch ist, dass es nicht mal eine Facebookseite gibt. Sie konzentrieren sich in ihrem Social Media Auftritt lediglich auf Instagram, was ich auch interessant finde. Dort können sie sich darstellen und durch Fotos und kurze Clips auf ihre Musik aufmerksam machen. Clever! Und das funktioniert vor allem auch. Immer etwas schief klingt das dann und die Vocals sind ordentlich Hall belegt. Wie aber auch alles andere in den Songs. Selbst der Bass wirkt nochmal krass abgedämpft. Das mag für den ein oder anderen tröge sein. Aber für mich hat das so viel Spirit und für eine erste EP klingt das vielversprechend und könnte in der Post-Punk Szene noch für Aufsehen sorgen. Dean und Daniel sind die beiden Musiker hinter dem Projekt und sie kommen aus Manchester & Berlin. Witzigerweise haben sie sich über eine eBay Auktion kennengelernt. Dean hat Daniel mal ein Keyboard verkauft und seitdem stehen sie in Kontakt, bis sie sich dann letztlich mal getroffen haben.

In „Reflection“ klingen sie wie eine gedämpfte Mischung aus den Editors und einer schiefen Nummer der Arctic Monkeys. Für die vier Songs braucht man einen recht langen Atem, da sie fast nie auf den Punkt zu kommen scheinen. So wirken die Melodien nahezu unendlich und in „Everytime I Walked Home“ verlieren sie sich selbst ein bisschen. Da wirkt das fast wie ein tiefes Gejammer und ist todtraurig. Das mag zwar ganz bewusst nach einer Zeit wie in den 80 Jahren klingen, aber das wollen sie gar nicht. Es geht ihnen ums Hier und Jetzt und darum wie schnell doch die Zeit vergeht. Perfekt um jetzt einzutauchen. Anfänglich dachte ich die beiden machen Psych-Pop. Für mich klingt das an manchen Stellen auch immer noch so. Freunden wir uns mit einer Mischung daraus an.

 

 

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