Review: Nick Kingswell

Australisch-Britischer Songwriter Nick Kingswell

Nick Kingswell im Review beim Soundkartell

Kürzlich erst bin ich auf die Musik des Wahl-Londoners Nick Kingswell gestoßen. Der Songwriter wanderte von Australien nach London aus. Er beendete in seiner Heimat quasi alles, was seiner Karriere als Musiker nicht förderlich erschien. Was er aber nicht ganz abschütteln kann, sind seine Erinnerungen an das Meer, die weiten Landschaften. All das nimmt er aus Australien mit in seine neue Heimat und somit auch in seine neuen Songs. Was ihn bis hierhin begleitet hat, ist sein Gitarrenspiel und seine prägnante Stimme. Das mag im Vergleich zu all den Songwritern, die es ja zu Genüge gibt vermessen klingen, aber Nick Kingswell bleibt einem nach seiner neuesten Single, die ich damals zum ersten Mal gehört habe, in guter Erinnerung: „Homesick“ war für mich im Sommer wirklich die perfekte Sommernummer.




Seine Songs sind auch außerhalb dieser Single gefüllt von einer Emotionalität, einer Fülle an Gefühlen, die wir erstmal bewältigen müssen. Was auch klar ist, dass wir einen wie Nick Kingswell sofort in eine Ecke mit Bon Iver, Fink oder James Vincent McMorrow stellen. Mal wieder einer, der so klar über seine Gefühle spricht, aber nicht auf eine banale Art und Weise, sondern wirklich deep und klar. Sein aktuellstes Album „Brontide“ beinhaltet 12 Tracks. Darauf verarbeitet er die Distanz. Die Distanz zwischen seiner Heimat, seinen Gefühlen und den Konflikten, die er darin austrägt. So auch das Gefühl Heimweh haben zu dürfen. Es kommt und geht, wie es eben passiert. Damit setzt sich Nick aber bewusst auseinander. Jeder, der das Gefühl hat sich in einer bestimmten Stadt heimisch zu fühlen, aber nie angekommen zu sein, weiß worum es geht. So gehört der regelmäßige Kontakt zu seiner Familie drüben in Australien auch dazu. Das macht einerseits verrückt, zeigt aber auch, wohin du gehörst und gibt dir in der Ferne das Gefühl doch geborgen zu sein.

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