Review: Malady

Londoner Quartett Malady

Malady aus London im Revie; Foto: Anna Lowry

Die Mischung der Londoner Band Malady ist relativ wild. Dub, Post-Rave, Early Dubstep, IDM, Indie, Pop… die Liste ist lang. Frontmann Percy Junior Cobbinah legt großen Wert darauf, dass der Stil seiner Songs total durcheinander geraten wirken. Thematisiert wird in der ersten Single der Londoner Burschen „London, I Love You but You’re Bringing Me Down“ die Hassliebe zu ihrer Hauptstadt. Für sie ist der Track dazu da ihre Trauer darüber zu dokumentieren, wie unzugänglich, feindselig und abstoßend ihre Stadt sein kann. Für die meisten gewöhnlichen Menschen wirkt London wohl nun scheinbar so. Außer du wohnst eben in ihr. Dann entsteht ähnlich zu Hamburg bei mir eine gewisse Hassliebe.

Der Song hält der Stadt den Spiegel vor: Ihre chaotische Natur des täglichen Lebens, verkörpert durch die teils recht rasanten Basslines von Khaleem Mitchell-Patterson oder die Drums von Ertan Cimen und die Synthies von Clark sorgen für eine wilde Achterbahnfahrt und ein funkiges Hörerlebnis, das es so oft nicht gibt. Wie das Feuerwerk der vier Londoner noch weiter geht werden wir in diesem Jahr noch erleben, da bin ich mir ganz sicher. Es ist ne wilde Fahrt, die null komma eingängig erscheint. Aber eben wild und ungezähmt und das tut gut.

 

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