Review: „Empty Shell“ A.VJU

Auf dem Weg zu sich selbst: Video „Empty Shell“ A.VJU

A.VJU überzeugt mit ihrer Single "Empty Shell" samt Video

A.VJU überzeugt mit ihrer Single „Empty Shell“ samt Video

Das Soundkartell möchte Euch die Musikerin A.VJU vorstellen. Vor allem ihr aktueller Song hat es Redakteur Wolfgang Baustian besonders angetan.

Liebe Leute, mit dem zugehörigen Video „Empty Shell“ möchten wir Euch die supersympathische Musikerin Anna Lachhammer bzw. ihr Musikprojekt A.VJU vorstellen. Und womit sich wieder einmal erwiesen hat, dass, wenn man lange genug wartet und viel (vieeeeel) Geduld mitbringt, irgendwann wieder genau die Email eintrudelt, die der Treffer ins Schwarze ist. Denn mit ihrem Song „Empty Shell“ hat die Regensburgerin spontan alle meine Tore weit geöffnet und den Weg vibrierender Flimmerhärchen freigemacht.

Seit ihrem ersten Video „Black & White“ aus dem Januar 2019 sind bereits etliche Monate vergangen, in dem fleißig an Stil und Ausdruckskraft gearbeitet wurde. War in Ersterem die Songsprache deutlich flotter, möchte es nun A.VJU mit „Empty Shell“ nicht nur ruhiger und emotionaler angehen, sondern auch gleichzeitig noch eigene Eindrücke verarbeitet haben. Gleich geblieben ist aber beiden Songs die eindringliche Stimme von Anna Lachhammer, die über beiden Songs zu schweben scheint.




 

In „Empty Shell“  wiederholt sich das „I`m running away“ dogmatisch als Fixpunkt im Song, geht es Anna Lachhammer aka A.VJU um das Gefühl schwindender Euphorie, die entsteht, wenn man eine Weile an einem Ort ist und viele Menschen kennen- sowie lieben lernt und die einem zu diesem Zeitpunkt sehr gut tun. Aber mit der Zeit und der steten Weiterentwicklung einen aber eher hindern als weiterzukommen, um seinen Horizont neu auszurichten. Eine schwierige Gewissensfrage, die viel Empathie mit gleichzeitigem gesunden Egoismus erwartet. Aber vielleicht kann das jeder nachvollziehen, der z.B. kaum noch Freunde aus alten Schulzeiten hat. Denn all zu oft trennen sich hier die ersten jahrelangen Weggefährten voneinander.

Im Video zu „Empty Shell“ untermalen die Bilder der sich selbst in die Einsamkeit versetzte Protagonistin, die sich mit einem Entschluss zur Problematik schwer tut und nicht zur Ruhe kommt. Der Song erscheint dabei fast wie Soundtrack, ergänzt er doch das Video durch seine Dramatik und nachvollziehbaren Verzweiflung. So scheinen sich zwei wunderbare Werke gefunden zu haben, die nun bereit sind, sich einem größeren Publikum zu stellen. Daher freue ich mich umso mehr, Euch diese hier vorstellen zu dürfen 😉

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