Portico Quartet

Fantastische Klangwelten aus UK: Album „Art in the Age of Automation“ vom Portico Quartet

Portico Quartet mit neuem Album - Fotocredit: Duncan Bellamy

Portico Quartet mit neuem Album – Fotocredit: Duncan Bellamy

Das Soundkartell stellt Euch heute Instrumental-Musik vom Portico Quartet vor. Wolfgang Baustian hat sehr genau hingehört.

Bei der heuer vorgestellten neuen (und mittlerweile vierten) Album „Art in the Age of Automation“ des britischen Ensembles Portico Quartet handelt es sich um Musik, die man doch eher selten vor die Finger bzw. auf die Ohren bekommt: Instrumental-Musik. Wer dabei spontan an Soundtracks denkt, liegt dabei gar nicht mal so falsch. Denn thematisch stehen die 11 Tracks unserer Klangkünstler diesem Genre doch recht nah.

Geht es doch hier um opulente Klanggebilde und -teppiche, die aus einem Mix von Indie-Jazz und Electronica entstanden sind. Damit sind Portico Quartet coole Tracks gelungen, die gleichermaßen zum Träumen und dahin tanzen animieren können. Schnell kommen mir da ähnlich geniale Künstler in den Sinn, wie Brian Eno, der ja auch zu diversen Kinoerfolgen die Musik komponieren durfte.

So scheinen mir Portico Quartet mit „Art in the Age of Automation“ in fast den gleichen Gewässern fischen zu wollen. Sphärische Klänge wechseln mit teilweise treibenden Beats, verweilen hier auf melancholischen Klangspuren, um gleich wieder mit herzhaft anpackenden Drumsets Schwung in die Bude zu bekommen.

Portico Quartet mit neuem Album - Fotocredit: Duncan Bellamy

Portico Quartet mit neuem Album – Fotocredit: Duncan Bellamy

Sehr erfreut bin ich vor allem, dass auch meines Lieblingsinstrumente gleich mehrmals zum Einsatz kommt: das Hang, welches von den Schweizern Felix Rohner und Sabina Schärer erfunden wurde. In „Beyond Dialogue“ kombiniert sich dieses tolle Instrument im Zusammenspiel mit dem Saxophone zu einem einzigartigen Sound, der für mich schier unglaublich intensiv und emotional wirkt.

Ehrlich, „Art in the Age of Automation“ scheint mir fast wie ein Werk wie vom anderen Stern. Ob es nun daran liegt, dass die Konzentration lediglich auf die Instrumente liegt und somit keine weiteren Messages via Text transportiert werden? Oder ob es eben doch einfach nur die enorme Wucht des faktisch Schönen ist? Wie auch immer, mich haben die 11 Songs mit ihrem ganz besondern Zauber voll geflasht.

Wer also mal wieder eine ganz besondere musikalische Erfahrung machen möchte, dem kann ich „Art in the Age of Automation“ vom Portico Quartet wärmstens empfehlen. Das ist Musik, die Dich dazu einläd, Deinen ganz eigenen Film abspulen zu lassen. Mach die Augen zu und lass einfach Deiner Fantasie freien lauf … dann kann gar nichts mehr schief laufen.

 

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