My Sad Captains

Feinfühliger Folk-Pop aus London: My Sad Captains #08

Aus London: My Sad Captains; Credit: My Sad Captains

My Sad Captains; Credit: My Sad Captains

Weiter geht es bei unseren täglichen Musiktipps mit einer Band aus London. Das Soundkartell möchte Euch das Quartett My Sad Captains aus Großbritannien vorstellen.

Eigentlich wollte Ed Wallis alleine Musik machen. Doch als er im Jahr 2004 Nick Goss traf und beide für ihr Studium nach London zogen, da funkte es. An sich hatte Ed vor seine Tracks alleine aufzunehmen und schon damals bekam das Projekt den Namen My Sad Captains. Doch im Laufe der weiteren kreativen Phasen bemerkte er, dass seine Songs nur in einem Bandgefüge, also mit weiteren Instrumenten funktionieren kann. Also gründete er eine Band.

Er holte sich mit Jack Swayne und am Bass und seinen Bruder Jim am Schlagzeug noch zwei weitere Musiker hinzu und My Sad Captains ward geboren.
Nach einer gewissen Zeit, als alle in London lebten, kam dann auch eine Frau hinzu: Cathy Lucas. Diese erweiterte die Instrumentierung durch ihre Stimme, eine Geige und ihr Keyboard.

Es dauerte dann bis ins Jahr 2009, als die Band mit HERE & ELSWHERE ihr Debütalbum herausbrachte. Gut zwei Jahre später erschien dann mit FIGHT LESS; WIN MORE das zweite Studioalbum. Und im Frühjahr des vergangenen Jahres erschien mit BEST OF TIMES das aktuelle Album des Londoner Quartetts.

Das aktuelle Album ist eine Ansammlung wundervoller Pop-Songs. Es finden sich mit „Wide Open“ oder „Elbow“ eine handvoll Titel, die für sich stehen. Sie zeigen wahre Größe und strahlen zuweilen eine unwahrscheinlich große Ruhe aus. Hierin ballt sich eine ordentliche Portion Understatment. Vor allem der erste Song gleicht textlich gesehen einer rhetorischen Revolution. Fast scheint es, dass ihre Songs in jedem beliebigen Moment zerspringen könnten. So liebevoll und fein akzentuiert sind diese produziert und arrangiert.

Auf dem Album und in der Musik der My Sad Captains geht es unter anderem auch um gemeinschaftliche und soziale Interaktionen. Es geht darum Dinge nicht ansprechen zu dürfen, weil sie mit einem Tabu belegt sind. Wallis kann dies in „Wide Open“ mit I wonder why you need to talk so loud/if there isn’t anybody else around.“ nicht besser auf den Punkt bringen. Eine tolle Platte und eine wirklich umwerfende Band aus London!

Sagt uns doch wie Euch die Musik von My Sad Captains gefällt! 

Leave a Reply Text

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bestätige, dass du kein Computer bist. * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

*