Mechanimal – Debüt einer griechischen Krautrockband

Mechanimal – Debüt einer griechischen Krautrockband

Mechanimal

Mechanimal

Es ist wieder so weit und das Soundkartell stellt euch eine ganz besondere Band vor. Sie kommen aus dem krisengeschüttelten Griechenland und heißen Mechanimal. Besonders deswegen, weil sie Musik machen, die viele von euch so noch nicht gehört haben und diese releasen sie am 14. Juni auf ihrem Debüt. Aber lest hier mehr!

Sollten wir die Musik von Mechanimal in nur einem Wort bezüglich eines Genres beschreiben, fiele sofort der Begriff des „drone ’n‘ roll“. Diese Bezeichnung haben sich die Mitglieder der Band Freddie, Tassos, Giannis und Angeliki selbst ausgedacht. Es handelt sich dabei um enorm krautige Synthie-Sounds, die in ihren Rhythmen und ihrer Weitläufigkeit kaum zu fassen sind. Teils fließen in die 10 Songs, die sie auf ihrem gleichnamigen Debütalbum veröffentlicht haben auch Shoegaze-Elemente ein, die allen Tracks eine äußerst melancholische und schwere Grundstimmung verpassen.

 

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So wie die Musik der Griechen klingt beschreibt es Freddie in den Vocals des Openers „Funny“ perfekt: „I was born inside a test lab. Something mythical, something unknown. A dirty clinic fugitive…“
Beim Hören des Tracks ist das genau der Eindruck der ensteht. Fast könnten wir meinen, die Musik sei in einem Labor entstanden. Alle Mitglieder der Band standen gemeinsam in weißen Kitteln und Laborwerkzeug in einem Raum und haben sich an allen möglichen Substanzen und Flüssigkeiten rumprobiert, die sie so vorfanden.
Sehr minimalistisch beginnt „Funny“ dabei und es setzt die Stimme von Freddie ein, die sich durch ihre Tiefe und Schärfe auszeichnet, die zugleich mit jedem Ende eines Wortes etwas abstumpft und an Intonation verliert. Langsam und bedächtig steigen weitere Synthies ein und verleihen dem Song somit schrittweise eine eigene Melodie. Immer ausufernder und experimentieller bauen sie so den Opener der Platte auf und das ziehen sie solange durch, bis letztlich ziemlich genau in der Mitte des Songs der Höhepunkt an ausprobierten Melodien und elektronischen Sequenzen erreicht scheint.

Ein bewährtes Rezept, das Mechanimal dabei in ihrem Songwriting anwenden ist jenes, dass sie wahnsinnig wuchtige Mauer aufbauen. Diese Mauer besteht aus deepen, elektronischen und zugleich melodiösen Abschnitten, die sich wie eine Welle durch die teils sehr langen Tracks ihren Weg bahnt.

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2011 gründete sich die Band in Athen. Den Kopf der Band stellt dabei Giannis Papaioannou dar, der als Pionier in der griechischen Elektroszene gilt. Dabei agiert er eher im sogenannten Underground und releaste zuvor schon auf diversen Elektro-Labels etliche Werke als ION.
Das erste Werk, dass Giannis zusammen mit Freddie aufnahm war „Low Land“, welchen wir auch als letzten Titel auf der Platte finden. Diese Aufnahme gab sozusagen die Initialzündung um mit den beiden anderen Musikern und Künstlern die Band Mechanimal zu gründen.
Wenn die vier Griechen live auftreten gibt es für das Publikum auch immer eine Show zu bestaunen die mit richtig außergewöhnlichen Visuals unterstützt wird. Um diese optische Zugabe kümmert sich dabei Angeliki und kreiert dabei ein wahres Monster, das sozusagen als Fleischwerdung der eigenen Musik dienen soll. Zu betrachten gibt es das Montrum im Video zu „Funny“.

Jenes musikalische Muster durchzieht jeden der 10 Tracks und obschon der geringeren instrumentalen Besetzung ist es umso erstaunlicher wie facettenreich alle Tracks doch sind. Etwas elektronischer wird es dabei in „Dead Roach Blues“. Der Synthieeinsatz ist zwar schlicht gehalten, aber durchdringt durch sein Soundvolumen sämtliche ihm im Weg stehenden Hindernisse. Die wirklich unglaublich fulminant klingende Stimme von Freddie ist so ungewöhnlich und schauderig, dass sie dem Hörer schon nach wenigen Tracks ans Herz wachsen wird. Das Besondere daran ist auch, dass wir uns, obwohl wir solch einen Sound nicht gewohnt sind, rasant daran gewöhnen und eine andere Stimme würde zu jener Musik auch absolut nicht passen. Obwohl wie gesagt die Intonation für Gänsehaut sorgen wird.

Am 14. Juni wird es soweit sein und das Debüt der Griechen wird mit Sicherheit in der Szene des Krautrocks große Wellen schlagen. Vielmehr sei zu den 10 Tracks auf dem Album auch nicht verraten, um ein wenig die Spannung aufrecht zu erhalten. Wir sollten jedenfalls die Tracks, so in der Reihenfolge auch hören, denn sie erzeugen im Gesamten ein unwahrscheinlich stimmiges und harmonisch Ganzes, das trotz der Melancholie einen sympathischen Eindruck vermittelt.

Das Soundkartell wurde, so viel steht fest, bei der Bemusterung sehr überrascht und möchte euch das Album wärmstens empfehlen, auch wenn dieser Sound nicht gerade zum jetzt wohl doch einsetzenden Sommer passen wird.

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