M.U.D.D.A. – „Wir achten bei jedem Song auf einen Anteil von exakt 56,748 % Pop“

M.U.D.D.A. – „Wir achten bei jedem Song auf einen Anteil von exakt 56,748 % Pop“

M.U.D.D.A. aus München

M.U.D.D.A. aus München

Heute begeben wir uns mal wieder in unsere bayerischen Gefilde und stellen euch mit Manu und die drei Akkorde eine Newcomerband aus München vor. Das Soundkartell hat sich mit ihnen unterhalten und was dabei herausgekommen ist, lest ihr jetzt hier.

Manu und die drei Akkorde, das sind drei Musiker aus München, die allesamt um die 30 Jahre alt sind. Obwohl die Mitglieder der Band, Manu, Tom und Böhrni schon die zwanzig Jahre überschritten haben, kennen sie sich schon aus Projekten mit früheren Bands. Irgendwann kamen sie dann in München auf die Idee sich einen Tag im Proberaum einzuschließen und zu sehen, wie das mit ihnen funktioniert. Eine Zwangsehe könnten wir sagen. Doch es funkte und so gründete sich 2012 die Band Manu und die drei Akkorde oder auch kürzer: M.U.D.D.A.

Humor ist eines der wichtigsten Elemente in der Musik der Bayern. Sie selbst sagen über sich und ihre Musik, dass man darüber lachen können muss. Für M.U.D.D.A. ist Musik somit Emotion. Das heißt, darin finden sich Gefühlsausdrücke wie glücklich oder sauer sein ebenso wieder wie die Elemente des Lachens oder Weinens. Verpackt wir das dann in deutsche Texte. Auch dazu haben sie eine klare Meinung:

Wir sprechen deutsch. Unser Publikum spricht deutsch. Eine Fremdsprache ist immer irgendwie Verkleidung. Wir wollen uns nicht verkleiden. Wir wollen, dass man uns versteht.

Wenn nun die gesamte Musik wie bei den Münchnern auf Humor fußt, bleibt doch die Frage, inwiefern ihre Musik ernst genommen werden kann? Muss Musik, bzw. Kunst überhaupt ernst genommen werden?

Krankheiten sollte man ernst nehmen. Und Krieg. Kunst nicht, zumindest nicht auf die gleiche Weise. Wir meinen mit Nichternstnehmen Humor im Sinne von ironischer Distanz: Humor ist nicht Klamauk. Wir sind nicht der Oliver Pocher der Musik, keine Pausenclowns mit Pupswitzen und Tröten. Mit Humor kann man ernste Themen behandeln und sie sogar besser verstehen. Wir wären lieber die Monty Pythons der Musik.

Dieses Konzept haben sie auf ihrer ersten EP “Intellektül” gekonnt umgesetzt, denn darauf erwartet uns druckvoller meist dreiminütiger Gitarren-Pop. Ihre deutschen Texte haben sie dazu wie sie selbst sagen auf “dummschlau” geschrieben. In ihren Songs vereinen sie allerdings nicht nur laute Gitarren mit Pop sondern eben auch jenen Punk mit Popelementen. Dabei versuchen M.U.D.D.A. auch gleich mit dem Klischee von Punk aufzuräumen.

Denn Punk bedeutet heutzutage ja eben nicht mehr, dass sich dahinter verschwitzte, nach Bier stinkende Musikfans verbergen. Für sie ist Punk vielmehr guter Gitarren-Pop, der in gewisserweise roh und schnell daher kommt. Ohne, dass die München auch nur versuchen würden ihren Sound mit verschnörkelten Elementen aufzupeppen. Doch welche Stilrichtung überwiegt nun in ihren Songs?

Wir achten bei jedem Song auf einen Anteil von exakt 56,748 % Pop. Mehr wäre gefährlich.

Ein driftiges Problem in Zeiten der Social Media Kompanien haben Manu und die drei Akkorde allerdings ohne Zweifel. Wir finden sie schlichtweg zu schwierig in öffentlichen Suchmaschinen. Und: Ihr Name scheint zu lang, um ihn eingeben zu wollen oder danach suchen zu wollen. Dieses Problem haben die Musiker aus München nicht bedacht.

M.U.D.D.A. aus München

M.U.D.D.A. aus München

Doch M.U.D.D.A. haben sich für das neue Jahr 2014 große Ziele gesteckt. So wollen sie oft es nur geht live auftreten und ihre EP weiter an ein breiteres Publikum bringen. Das sollte ihnen beispielsweise mit ihrem Song “Cool in der Ecke stehn” gelingen.

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