Rezension: KOJ – All We Have Is Gold

Release „All We Have Is Gold“ von KOJ

KOJ 'All We Have Is Gold‘ Albumrezension

KOJ ‚All We Have Is Gold‘ Albumrezension

Silke Knauer hat sich für Euch mit dem Münsteraner “Deep dark indie” mit einem Hauch Romantik beschäftigt, viel Spaß beim Lesen:

Münster mochte ich schon immer. Eine wunderschöne Stadt, tolle Tatort-Folgen und nun auch noch musikalischer Hochgenuss aus Münster. Zwei Brüder: Nils von der Gathen und Simon von der Gathen und eine Sängerin und zeitgleich Ehefrau von Simon, Alina von der Gathen haben sich 2012 zusammengetan, um die Welt mit Ambient Rock zu bereichern. Nach nunmehr 5 Jahren sind sie mehr in die Richtung Deep dark Indie gerutscht, gemischt mit Elektro-Pop und Alternative-Parts! Eine tolle Bandbreite, die sich einfach lohnt.

Am 7. Oktober haben KOJ ihr zweites Album “All we have is gold“ veröffentlicht. Das Album besteht aus 9 Songs, wobei: Ich lasse jetzt als erstes meine negative Kritik raus, damit ich dann nur noch schwärmen kann: Es sind drei kleine Interlude-Parts auf dem Album. Das hätte nicht sein müssen. Nur Instrumental und Interlude I tut sogar echt in den Ohren weh! Das ist sooo schade. Keiner möchte weiterschalten bei einem Album, und das wäre ohne die Interludes auch nicht nötig gewesen! So genug gemeckert, weiter geht’s:

Den Opener macht das Lied “Gold“ und je öfter ich es höre umso begeisterter bin ich. Das perfekte erste Lied, schöner Beginn mit Piano und super softem Gesang. Das nimmt den Hörer erstmal mit und macht ihn total neugierig auf das was da noch kommt. Und die Neugier lohnt sich definitiv. Verzerrte Gitarren, düsterer Klang und zwischendurch immer wieder ein Echolot – total toll! Das Video zu dem Song ist super gemacht. Sphärisch gehalten, man sieht quasi nur die Schatten der Bandmitglieder aber emotional mega stark. Nebenbei wird noch eine Geschichte erzählt, ein Mann der an der Küste entlang läuft und zum Ende völlig verzweifelt in den Steinen gräbt. Großes Lob dafür.

Ich habe mir natürlich auch das erste Album der Kombo angehört und muss sagen, dass sie da schon ordentlich was geleistet haben. Die Musikrichtung ist noch eine andere, noch nicht so deep dark, aber das Album “Waters“ kann sich auch hören lassen. Ich meine, wir reden hier von drei Personen, die “nebenbei“ Musik machen. Jeder hat noch seinen täglichen Job zu erfüllen. Das ist harte Arbeit und ich weiß nicht, wie man das alles schafft.

KOJ 'All We Have Is Gold‘ Albumrezension

KOJ ‚All We Have Is Gold‘ Albumrezension

Weiter geht es auf dem aktuellen Album mit “Deep Water“, ein schöner Elektro-Pop.-Song, der mega-schnell ins Ohr geht. Der Elektro-Part macht viel Spaß, der Rhythmus nimmt einen mit un die Gitarren bilden einen passenden Klangteppich. Der Gesang passt total:

„Let the waters hold you deep inside, you can run with the winds try to hide from the waters…“

Die Interludes lasse ich jetzt unkommentiert und mache direkt mit dem wunderschönen Song “Runaway” weiter. Alina transportiert mit ihrer Stimme wahnsinnig viel Gefühl, reduzierte Instrumente, die aber noch stark genug sind um ihre Worte zu unterstützen. Fein gemacht und so schön dark. I like it. Mit “Ocean“ haben sie den nächsten Ohrwurm produziert. Der Song geht mehr ran als die anderen, lässt sich aber hervorragend mitsingen und eignet sich super als Tages-Ohrwurm – ich weiß wovon ich rede!

Die wundervolle Ballade “Who I Am“ läutet langsam das Ende der Platte ein und zeigt noch einmal wie groß Alinas Stimme ist. Ich mag einfach diese Klangsphären, die geschaffen werden, einen eintauchen lassen, die verschiedenen Instrumente, die man trotzdem einzeln raushören kann und immer wieder mit kleinen Unterbrechungselementen, die einen nicht zu tief träumen lassen, sondern zurückholen in die Realität. Großes Kino für eine “kleine Band“.

Den Rausschmiss übernimmt der straighte Song “Black Night“, der deutlich zur Sache geht und einen auffordert das Album gleich auf Repeat zu setzen. Habe ich bereits erledigt und jetzt seid ihr dran: KOJ hören und verlieben.

Mein Lieblingskollege Wolfgang hat sich ein paar Fragen für KOJ überlegt und die Band hat uns mit tollen Antworten belohnt! Aber lest doch am besten selbst nach in seinem Bericht.

 

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