Kodaline

Rezension- Neues Album „Coming Up For Air“ von Kodaline

Kodaline releasen neues Album; Credit: Dave Ma Photography;

Kodaline releasen neues Album; Credit: Dave Ma Photography;

Letzte Woche Freitag, am 06.02 erschien mit COMING UP FOR AIR das zweite Studioalbum der Band Kodaline aus Dublin. Wir vom Soundkartell sagen Euch wieso sie immer mit Coldplay verglichen werden und ob sie der Vergleich an den britischen Kollegen um Chris Martin vorbei bringt.

Wenn man unter Wasser ist muss man sich ganz schön abstrampeln. Wir brauchen eine große Lunge, genug Luft und auch etwas Risikobereitschaft, um lang genug unter Wasser zu bleiben. Andererseits sind wir Menschen nicht dazu gemacht, uns im Wasser aufzuhalten. Der Moment, in dem wir dann wieder auftauchen, den ersten Atemzug inhalieren, das ist ein guter. Er ist aber auch befreiend.

Gut, mit der Taucherei oder damit, wie lange wir unter Wasser bleiben können, hat COMING UP FOR AIR nicht zu tun. Das wäre zu plakativ und doch zu komplex. Mit diesem Titel haben Kodaline nun ihr zweites Studioalbum herausgebracht. Mit „Honest“ erschien ein wirklich vielversprechender Vorbote.
Es ist der zweite Release nach ihrem so erfolgreichem ersten Album IN A PERFECT WORLD. Auf dem neuen Album finden wir viele Vergleiche mit Bands wie Coldplay oder auch Muse.

Mit Coldplay verglichen zu werden ist per se nichts schlimmes. Es ist nur so, dass die Briten der Ursprung des sogenannten Brit-Pops sind. Dass Chris Martin ohne Zweifel Maßstäbe gesetzt hat, steht außer Frage. Kodaline knüpfen unserer Meinung aber genau da an, wo Coldplay damals nach seinem Album A RUSH OF BLOOD TO THE HEAD aufgehört haben. Der Sound ähnelt stark dem der britischen Band. So sind Tracks wie „The One“ von der Stimme her doch sehr ähnlich zu dem was Chris Martin bietet.
Das soll aber kein negativer Kritikpunkt sein. Es zeigt vielmehr, auf welchem hohem Niveau sich die Iren schon jetzt bei ihrem zweiten Release bewegen. Insgesamt ist das Album sehr stimmungsvoll und abwechslungsreich.

Kodaline releasen neues Album; Credit: Dave Ma Photography;

Kodaline releasen neues Album; Credit: Dave Ma Photography;

Es gibt in jedem der Songs immer mindestens eine Passage, die wir besonders im Ohr behalten. In „Unclear“ ist es zum Beispiel der Chor der ab Minute 02:32 einsetzt. „Coming Alive“ ist zum Beispiel so ein Track, der dem Sound von Coldplay zum verwechseln ähnelt. Vor allem dann, wenn das immer wiederkehrende „Yuhu“ oder so ähnlich einsetzt. Aber immer gerade dann wechseln sie nochmal die Seite innerhalb des Songs, so das der Eindruck sogleich wieder verfliegt.

Der zweite Release der Iren ist alles andere als nüchtern. Das ganze Album an sich steigert sich zwar nicht, irgendwie wirken die Tracks schon so, als ob sie für sich stehen. Das stört uns aber nicht weiter, denn innerhalb der Songs fühlen wir uns sehr wohl. „Play The Game“ geht dabei wie die älteren Songs von Muse dann auch mal nach vorn und hat einen unverkennbaren und tollen Drive.
Hier liegt uns der Begriff der irischen Coolness auf der Zunge. Der Abschluss durch „Love Will Set You Free“ erfolgt zwar sehr pathetisch und dem ein oder anderen zu kitschig. Doch er passt so wundervoll wie stimmungsvoll zum gesamten Album und setzt einen tollen Schlusspunkt.

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