Kazimir – Treibender Deutsch-Rock aus Hamburg

Kazimir – Treibender Deutsch-Rock aus Hamburg ein Review

Kazimir aus Hamburg mit ihrem Debütalbum im Gepäck

Kazimir aus Hamburg mit ihrem Debütalbum im Gepäck

Wir stellen euch heute eine junge Deutsch-Rock Band aus Hamburg vor, die am 13.09 ihr Debütalbum “Messlattenblues” veröffentlichen wird: Kazimir.
Wie das Album klingen wird und alles weitere über die Band erfahrt ihr jetzt hier beim Soundkartell.

Für den 13.09 nahmen Kazimir alles selbst in die Hand. Nichts sollte dem Zufall überlassen werden. Dem leidenschaftlichen Prinzip der Musik folgend veröffentlichen die Hamburg an eben jenem Tag ihr neues Werk “Messlattenblues” und wie es der Name schon sagt nehmen sie sich zugleich auch eine Messelatte in die Hand und legen sie auf eine Höhe, auf die nicht jede Band kommen mag.

Auf ihrem eigenen Label My Favourite Chords, wird das neue Album erscheinen und Gründer jenes Labels ist das Bandmitglied Christian Bruneß. Es stimmt alles, gute vier Wochen vor Release des Werks “Messlattenblues”. Alles ist selbst in die Hand genommen worden und so wurde auch das Video zu “Als Ob No Regrets Jemals Was Für Uns Gewesen Wär” eigenhändig produziert und gedreht. Darauf sind Zeichnungen zu sehen, die der eigenen Feder entstanden sind.

In ihrem Album geht es wie es die aktuelle Single schon suggeriert, darum, dass wir alle schon mal in enttäuschte und reumütige Rollen geschlüpft sind. Daraus sind ihre neuen Tracks gemacht und das wird uns gleich beim Opener der Platte “Sternenschießen” bewusst.

Kazimir aus Hamburg mit ihrem Debütalbum im Gepäck

Kazimir aus Hamburg mit ihrem Debütalbum im Gepäck

Das Intro ist ganz klassisch gestaltet, denn so leitet ein treibender Schlagzeugbeat, zu welchem sich nach einem anfänglich gedämpften Gitarrenriff die volle Ladung an E-Gitarren Sound entlädt

//Ein Meer vernebelter Gedanken//wo sich Herz und Hirn verbeißen//Jeder Weg endet an Schranken//

Mit diesen Zeilen wissen wir gleich woran wir sind. Oder auch nicht. Oftmals geraten wir im Leben eben an Grenzen, es geht nicht weiter. Und schon sind wir wieder beim Grundgedanken, wenn innerlich Regression herrscht. Manchmal möchten wir unsere Augen vor der Realität nicht öffnen und sehen dann oftmals nur das, was wir sehen wollen.

Abgeklärt und aufgeräumt versuchen Kazimir in ihren neuen Tracks zu klingen. Doch so neu ist das gar nicht, denn bereits 2010 veröffentlichten sie mit “Brokenlande” ihre erste EP. Jetzt folgt mit “Messenlattenblues” das Debüt. Glauben wollen wir das kaum, denn so erfahren und routiniert klingen sie. Gerade auch in Titeln wie “Too Big To Fail”. Dabei geht es darum allein sein zu dürfen, wenn die Tage im Winter wieder kürzer werden. Schnell sitzen wir dabei im Dunkeln. Die Sonne betrachten Kazimir dabei eher lästiges Mittel sich in den Vordergrund stellen zu wollen.

Insgesamt ist die Platte laut geworden. Da brettern Gitarrenriffs rauf und runter. Das Schlagzeug treibt den Zuhörer soweit, dass er nicht anders kann als zu schwitzen. Die Vocals von Eric Seemann und Christian Bruneß sind hingegen im Vergleich dazu sanft. Wobei auch diese ausbrechen und kratzig klingen können, wie der Track “Liebes Lieschen” beweist.

Bei Kazimir und deren Bandmitglieder geht es auch auf persönlicher Basis um die zwei Welten Anspruch und Wirklichkeit. Diesen Spagat vollziehen sie auf ihrem Debütalbum meisterlich und setzen uns in ihren 11 Tracks jedes mal ums neue neuen Situationen aus. Deutsch-Rock kann zwar auf Dauer anstrengend sein, weil mancher Zuhörer nicht mit deutschen Texten kann, oder weil ihm das Drumherum zu laut ist. Bei Kazimir treten aber beide Effekte nicht ein, weil sie einen tollen Ausgleich schaffen. Sicherlich handelt es sich nicht um gemütliche Lagerfeuermusik oder um Musik, die wir mal soeben unserem besten Freund vorspielen können. Der musikalische Anspruch wie in Kazimirs Songs praktiziert wird, braucht seine Zeit bis er sich setzt. Musik mit Anspruch ist eben kantig und dort passt sich nicht die Musik dem Hörer an, sondern andersrum.

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Wer die Band ab ihrem Release live erleben möchte kann dies auf folgenden Terminen tun:

12.09. Hamburg, Molotow (Releasekonzert) | 14.09. Bad Oldesloe, Inihaus | 28.09. Halle, Reil 78 | 30.09. Kassel, K19 | 01.10. Köln, Aether | 02.10. Solingen, Waldmeister | 03.10. Trier, Exhaus | 04.10. Bonn, Bla | 05.10. Mainz, Haus Mainusch

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