JP Hoe

Neues Album vom Songwriter JP Hoe aus Winnipeg

JP Hoe aus Winnipeg mi neuem Album

JP Hoe aus Winnipeg mi neuem Album

Eigentlich hatte ich keine allzu großen Erwartungen, als ich das Album von JP Hoe einlegte. Doch die Platte „Hideaway“ überraschte mich auf voller Länge. Wieso erfahrt ihr jetzt.

Oke, das Review entstand vor gut vier Wochen, als ich einen Tag nach meiner dritten OP im Krankenhaus lag. Ein Stück weit aus Langeweile und ein Stück weit als Therapie. Beides zusammen bewirkte, dass ich die CD von diesem mir vorher noch unbekannten Songwriter mit in die Klinik nahm und irgendwann am Tag 01 nach der OP irgendwann am späteren Nachmittag packte mich die Langeweile und ich legte die CD ein. Der Opener „Beautifully Crazy“ war dabei der erste Track, den ich zu hören bekam. Und er überraschte mich wirklich sehr. Ich meinte ich würde City And Colour hören. Klassischer Singer-/Songwriter Folk. JP Hoe war für mich aber nicht irgendeiner. Der Sound war durchaus interessant und klang sehr US-amerikanisch und Kanadisch. Wobei er ja ohnehin aus Kanada kommt.

Der zweite Track, den ich vom Album durch Zufallswiedergabe hörte, war, „We Try“. Auch der kam sehr fluffig und für mich sehr angenehm rüber. Eine schöne Hook, die ich schnell im Ohr hatte, eine Akustikgitarre, die zum schwungvollen Tempo gut performte. Da hat mihc JP Hoe ein zweites Mal überrascht. Weiter im Spiel und ab mit dem dritten Track. Da spielte sich mir „I Need You“ ab. Fast schon wie ein Elton John am Klavier, mit Streichern und klassischen Folk-Instrumenten unterstützt. Da hat JP Hoe einen dritten Überraschungsmoment parat, ohne, dass der Songwriter weinerlich klingt. Ohne sonstige Attitüde auspackt, die nur so von Melancholie strotzen. Das Arrangement reicht von ziemlich minimalistisch („Yeah Yeah Yeah), bis zu ziemlich aufwendig produziert („My Silhouette“, „Like I Did Back Then“). Wobei er sich hier immer wieder Unterstützung durch ein Cello, Violinen und Background-Vocals holt.

Ich muss dazu sagen, dass der klassische Spruch, dass JP Hoe mit seinem Album „Hideaway“ niemandem weh tut, hier in jedem Fall zieh. Das eckt nicht an, ist rund produziert und hat für sich seine eigenen Überraschungsmomente. Was allerdings fehlt sind wirkliche Spannungsbögen. Etwas, das meine Aufmerksamkeit etwas länger spannen würde. Leider ist die Musik dafür auch im Krankenhaus etwas zu seicht und leicht. Schmeckt wie Graubrot mit Käse. Es ist nicht schlecht, aber auch nicht das, was wir vor großer Freude aufnehmen. Es ist eben schlichte und einfach Songwriter-Kunst.

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