Jens Ulrik Kleemeyer

Wired aber doch sympathisch – Jens Ulrik Kleemeyer aus Aarhus

Aus Aarhus: Jens Ulrik Kleemeyer; Fotocredit: Cecile Smetana Baudier

Aus Aarhus: Jens Ulrik Kleemeyer; Fotocredit: Cecile Smetana Baudier

Wir starten in diese letzte offizielle August-Woche mit einem ungewöhnlichen dänischen Songwriter namens Jens Ulrik Kleemeyer aus Aarhus. Das Soundkartell stellt ihn Euch vor.

Es ist schon immer wieder erstaunlich wie ungewohnt breit die Musikszene in Dänemark gefächert ist. In Deutschland gibt es gefühlt kaum Songwriter, die mal einen ungewohnten Schritt wagen und nicht nur allerwelts-mäßig auf ihrer Gitarre zupfen. Hauptsache es passt in das Schema, das die Masse hören möchte. Klar, es gibt auch Ausnahmen. Die wirklichen Ausnahmen gibt es aber meiner Meinung an anderen Orten. Zum Beispiel in Aarhus.

Dazu bekommt ihr es mit dem Songschreiber Jens Ulrik Kleemeyer zu tun, der auf den Bildern – wenn ihr ganz schnell hinguckt – ein bisschen aussieht wie Helge Schneider. Aber nur ein bisschen. Lange etwas zottelige Haare. Markantes Gesicht. Das ist Jens Ulrik Kleemeyer, der zusammen mit einer Band seine Musik geradezu zelebriert. Zelebriert deshalb, weil er hier vor uns steht und etwas kreiert, das wir in Deutschland eben nicht gewohnt sind zu hören.

Im Mai diesen Jahres erschien mit “Shitfaced” ein komplettes Album von ihm, das ihr Euch kostenlos über seine Bandcamp-Seite runterladen könnt. Das Besondere an seiner Musik ist sogleich, dass sich sein markanter Charakter in seiner Musik widerspiegelt. Er ist auf den ersten Blick und das erste Zuhören hin ein echter Bad Boy. Das sagen zumindest hier unsere Blog-Kollegen von Good Because Danish. Die sprechen sogar von einer regelrechten Hassliebe. Heißt eigentlich sollte man ihn mitsamt seiner Musik nicht mögen. Doch er schafft es, dass wir hin und weg sind von seinen Perlen. Von seinen so bis zur Perfektion getriebenen Songs.

Besonders gut gefällt mir sein Track “Human Shells”, der sehr gediegen und getragen daher kommt. Er baut seine Songs immer wieder mit ganz simplen Akkorden auf, die sich dann im Takt verlieren. Alles ganz entspannt, aber doch irgendwie wired. Dennoch ist das liebevoll, mit ganz viel unterbewusster Verve bringt er es in den 9 Tracks auf den Punkt. Wir drohen uns dann immer wieder in der Länge seiner Songs zu verlieren. Fast schon entsteht der Eindruck Jens Ulrik Kleemeyer käme nicht auf den Punkt. Doch dann packt er mir nichts dir nichts einen Song wie “D” oder “Regardless” aus.

Bei der Besonder- und Eigenheit des Dänen Jen Ulrik Kleemeyer bleibt mir nur zu hoffen, dass seine Musik auch die Reichweite über die dänischen Grenzen hinweg bekommt. Er ist für alle Fans von ungewöhnlich getragenen Singer-Songwriter-Folk Songs. Ideal für einen lazy Sunday.

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