Gundelach

Gundelach geniale Debüt-EP

Gundelach Debüt-EP

Gundelach Debüt-EP

Mitte Mai kam die Debüt-EP des Producers und Electronica-Pop Musikers Gundelach raus. Herausgekommen ist ein wahres Glanzstück.

Gundelach machte auf mich einen sehr introvertierten Eindruck. In sich gekehrt. Ruhig, etwas nervös, aber so, dass es eher den Anschein macht: Kai Gundelach weiß wieso er hier sitzt. Wieso er hier in Aarhus vor einigen Wochen einen wahren Interview-Marathon hinlegen musste. Er ist eben gefragt.

Vor über vier Wochen erschien jetzt auch endlich seine selbstbetitelte Debüt-EP. Darauf sind sechs Tracks gelandet. Zwei davon kannte ich nur zu gut: „Spiders“ und „Fjernsynet“. Die beiden Singles des Producers und Electronica-Musikers aus Oslo. Herausgekommen ist dabei eine EP, die ihresgleichen sucht. Es ist ein Glanzstück, eine wahre Verflechtung von perfekt konstruierten Elektro-Pop Nummern. Die aber immer auch immer innerhalb ihrer eigenen Songstruktur für spontane Momente sorgen.

Wie ich die aktuelle Single „Fjernsynet“ das erste Mal gehört hatte, weiß ich noch genau, wie sich sofort ein innerliches wohliges Gefühl breit gemacht hatte. Das war genau der Sound für den Sommer 2016 wonach ich lange Zeit suchen musste. Ein gefühlte Ewigkeit ist es her, dass mich ein skandinavischer Musiker allein mit so einem minimalistischen Sound wahnsinnig macht. Rangleklods, die ja jetzt Blondage heißen, waren damals die letzten, die das mit krass guten Electro-Pop Nummern geschafft hatten.

Jetzt also Gundelach. Kai spricht überhaupt nicht so wie er singt. Das sei mal gesagt. Er singt viel schöner als er spricht. Seine Stimme war eher gebrochen, brüchig und übermüdet. In seinen Songs packt er einen mit seinen Songs eher wie mit einer Pinzette an. Ganz vorsichtig und so, dass er ja nichts kaputt machen kann. Dann packt er uns mitten hinein in seinen Sog.

Oder auch „Space Echo“. Da beginnt er auf einem Klavier. Ganz vorsichtig, ein zwei Töne. Was dann folgt, ist höchst emotional und so eindringlich melancholisch. Zu tiefst traurig. Aber auf der anderen Seite auch wunderschön arrangiert. Ich achte auf jedes noch so kleine Detail. Jeder Synthie, jeder Einsatz seiner Vocals. Die pulsierenden Beats und das Keyboard im Hintergrund. Direkt danach folgt mit „Written In Bed“ ein Track, der diese Stimmung wundervoll auffängt und sie noch eine Stufe weiter nach oben bringt. Die Beats werden dichter und der Bass durchdringt den Song.

Den absolut besten Song hat Gundelach aber ganz ans Ende gepackt: „Young“. Das war einer der Tracks, denen ich auch sofort verfallen bin. Die gesamte Anmutung des Songs ist grandios. Er packt einen auf mehreren Ebenen. Man achtet auf die krass gute Produktion, aber auch auf die Melodien in Kombination mit dem euphorisch wirkenden Gesang des Norwegers.

Definitiv einer meiner Sommer-Tracks für dieses Jahr! Da kann man auch mal Danke sagen, dass ein so unscheinbar scheinbar gnadenlos talentierter Musiker aus Norwegen für die EP des Jahres gesorgt hat. Ich bin schon wahnsinnig gespannt, was da noch von ihm kommt. Er macht Elektro-Pop endlich wieder intellektuell.

Hier habe ich ein Porträt über Gundelach produziert. Das könnt ihr Euch hier anhören.

✪✪✪✪✪ (5 von 5 Sternen)

 

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