Groovig, rockig und schräg: The Fur Coats mit Ihrer EP „Desperate“

The Fur Coats verkörpern Psychedelic R&B und Punk-Rock aus Portland

The Fur Coats EP "Desperate"

The Fur Coats EP „Desperate“

Silke Knauer hat sich die EP „Desperate“ von The Fur Coats angehört.

Die Gruppe The Fur Coats rund um den Frontmann Chris Hoganson gründete sich vor ca. einem Jahrzehnt in Portland. Chris Hoganson hatte dort schon Erfahrungen gesammelt, experimentierte in einer anderen Band und veranstaltete Events in einem kleinen Hotel namens “Dekum Manor“. Er hatte sich einen Namen in der Szene gemacht, hatte aber seinen ganz eigenen Weg noch nicht gefunden. Die Bandmitglieder von “The Fur Coats“ hatte er auf ganz unterschiedlichen Wegen getroffen. Aber man begann hier nicht einfach ein bisschen Musik zu machen und zu schauen, was daraus wird. Chris hatte endlich eine Vorstellung davon, wie er Musik machen wollte, wie sie klingen sollte und nun mussten nur alle Köpfe und Instrumente zusammengebracht werden. Und diese Köpfe sind allesamt Genies und Superhelden an ihren Instrumenten.

Acht Köpfe, sieben Instrumente (Bass, Orgel, Schlagzeug, Klavier, Girtarre und Saxophon) und mehrere Vocals sind hier am Start. Ihr EP “Desperate“ geht am 19. April in Deutschland an den Start und eine Europa-Tournee gibt es gleich mit dazu. Die Orgel hatte es Chris besonders angetan. Er hatte sein Instrument gefunden. Wie einst bei den “Doors“ wo die feurige Hammond-Orgel den Ton angab, passt sie auch hier in die R&B-Songs; sie unterstützt, gibt den Rhythmus und bringt somit das “gewisse Etwas“ in die EP.

Mit dem Song “Desperate“ eröffnen die “Pelzmäntel“ ihre aktuelle EP mit einem anfangs ziemlich schrägen Stück, welches sich dann in eine gute Melodie fügt, nicht zuletzt wegen des passenden Gesangs des Frontmanns. „Girl, can’t you see that I’m desperate… you’re making me desperate!“ Das Thema ist damit also auch klar und im teilweise rückwärts-laufenden Video wird ihm das Herz von einer Frau rausgerissen. Der Song geht ins Ohr.

Manche Stücke kommen etwas spooky daher, und hier und da fehlt mir ein bisschen mehr “Druck“. Das Lied “Don’t worry“ plätschert etwas dahin und die Gedanken schweifen ab – weg von der Platte. Das ist schade, denn die Kombi aus Gesang, Instrumenten und Top-Musikern ist da, der Song ist cool aber es fehlt nur etwas die Würze, der Cayenne-Pfeffer.

Das Sie es können, zeigen Sie in dem Song “Grey Man“. Der hat das alles, der macht Spaß und könnte in einem Hollywood-Road-Movie die beste Filmmusik sein. Perfekt und bitte mehr davon. Aber mit 5 Titeln geben uns “The Fur Coats“ auch nur einen kleinen Auszug aus Ihrem Können und ich möchte die EP allen ans Herz legen, die auf etwas spezielle, groovige Musik stehen, die einen nicht ruhig sitzen lässt aber auch nicht auf die Tanzfläche zwingt.

“Desperate“ ist eine solide EP und macht Lust auf mehr Portland-Power.

Die Tour-Daten sind:

19.4. Rhiz | Wien (AT) + WarHoles
20.4. Lendhafen Cafe | Klagenfurt (AT)
21.4. Club Clam | Feldbach (AT)
22.4. Munich Sessions | München (DE)
26.4. Frischzelle | Darmstadt (DE)
27.4. Kulturzentrum Francis | Aßlar (DE)
29.4. Live Club | Bamberg (DE)
01.5. Roxy | Prague (CZ)
02.5. Cafe Glocksee | Hannover (DE)
03.5. Papp | Bremen (DE)
04.5. Sage Club | Berlin (DE)
05.5. Mobile Blues Bar | Hamburg (DE)
06.5. Kasseturm | Weimar (DE)
08.5. Weekender | Innsbruck (AT)
10.5. Fluc | Wien (AT)
11.5. Röda | Steyr (AT)
12.5. MUK | Gießen (DE)
13.5. UFO | Bruneck (IT)

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