FensterPlatz

Debüt nimmt uns mit auf eine Heißluftballon-Fahrt

FensterPlatz; Credit: Patrick Niemeyer

FensterPlatz; Credit: Patrick Niemeyer

Für dieses Wochenende haben wir mit FensterPlatz eine deutschsprachige Band aus Schleswig-Holstein für Euch parat. Das Soundkartell stellt Euch die vierköpfige Band mitsamt ihrer EP näher vor.

Erst seit März 2013 existiert die Band in dieser Form. FensterPlatz, das sind Maik (Bass), Lennart (Gitarre), Jelle (Drums) und Sascha (Vocals, Akustikgitarre).
An sich könnten wir davon ausgehen, dass die Fangemeinde noch nicht allzu stark ausgeprägt ist. Doch für ihr Crowdfounding-Projekt konnten sie genügend finanzielle Mittel auftreiben, um ihre Debüt-EP WENN ES SOWEIT IST aufzunehmen. Die Überzeugung ist also groß, dass die Musik, die FensterPlatz dort produzieren, großes Potential hat.

Der Bandname ist etwas naiv. Denn Fensterplätze sind meist die begehrten Plätze. Egal, ob in der Bahn oder in einem Raum mit mehreren Menschen, sind die Plätze begehrt. Das mag wohl daran liegen, dass wir von diesem Platz aus sehr viel mehr wahrnehmen können. Entweder zieht die Landschaft an uns vorbei oder wie im Klassenzimmer: Wir können uns immer ablenken lassen von dem, was draußen passiert.

Die Mischung aus Blues, HipHop, Pop und dubstep Sounds lassen aus FensterPlatz eine Band der besonderen Sorte werden. Sie versuchen nicht zwanghaft nach Zeitgeist zu klingen. Versuchen schon gar nicht andere Bands nachzuahmen oder dergleichen.

FensterPlatz; Credit: Patrick Niemeyer

FensterPlatz; Credit: Patrick Niemeyer

“Freiflug” ist ein Song, der uns auf Anhieb gefallen hat. Der Sprechgesang und die Mischung aus sanfteren Klängen ist toll. Zudem kommt hier auch noch ein aussagekräftiger Text hinzu, der es uns erlaubt, dass wir tatsächlich Platz nehmen im Zug und die Landschaft an uns vorbeiziehen lassen können.

Passend dazu ist auch das Cover der EP. Dort steht jemand mit rotem Pulli und einer Fensterbox über den Kopf. Die Arme streckt er aus und steht in einem Feld voller Weizen. Dahinter ziehen Heißluftballons auf und der Himmel ist nur durch ein paar dickere Wolken getrübt. Nach Regen sieht es absolut nicht aus. Der Mensch, der unter der Fensterbox steckt ist allerdings nicht antriebs- oder orientierungslos. Über ihm ist eine Antenne montiert.
Brechen wir es so auf die Musik von FensterPlatz herunter, passt es wie die Faust auf` Auge. Das hier ist angenehme und nicht aneckende deutschsprachige Musik, die wir nicht einfach so einem Genre einordnen können.
Mitsamt der Musik würden wir am liebsten in einem solchen Heißluftballon aufsteigen. Das haben FensterPlatz gut gemacht. Sie haben uns in ihren sechs Titel auf eine Reise mitgenommen und uns ganz behutsam wieder am Boden abgesetzt.

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