Feature: Tanzos „Win Fight Dream Lose“

Tanzos Interview & Feature zu „Win Fight Dream Lose“

Tanzos im Interview über seine neue EP „Win Fight Dream Lose“; Fotocredit: Jakob Gsoellpointner

Wir haben dir ja bereits die letzte Single „Good Intentions“ von Tanzos im Review vorgestellt. Jetzt gilt es, sich die EP „Win Fight Dream Lose“ anzuhören und sie dir näher zu bringen. Dazu haben wir weiter unten den Musiker zum Interview gebeten.

„Es war zugegeben ganz spannend, eine Zeit lang einfach Singles zu veröffentlichen, ohne auf eine ästhetische Klammer achten zu müssen.

Nachdem Tanzos schon mit den Singles „Good Intentions“ und „Mood Swings“ in den letzten Wochen international für einiges Aufsehen gesorgt hat, erscheint nun seine langerwartete Debüt-EP „Win Fight Dream Lose“. Die EP stellt für ihn eine Rückkehr zum alten Sound dar. Er settelt sich wieder im Bereich Rock nieder und präsentiert uns hierauf eine Hand voll neuer Tracks. Stimmlich ist das ziemlich stark, was uns Tanzos hier anbietet. Nicht umsonst steht sie auch voll im Mittelpunkt der neuen Songs. Sie strotzen vor Energie und großer Lust uns diesen erdigen Sound entgegenzuwerfen. Man könnte den Titel ja eher als traurige Endlosschleife wahrnehmen. Für Tanzos steht hier aber klar im Vordergrund, dass es eine Art Prozess ist, wenn man für seine Visionen nicht stehen bleibt und an sie glaubt. Über genau diese Thematik spricht er jetzt im Interview.

„Win Fight Dream Lose“ ist eine ziemlich unterhaltsame EP, bei der wir gerne noch weiter in die Tiefe seines Indie-Rock Kosmos eintauchen wollen würden.

Was blockiert uns wirklich, gute Ideen, die vielleicht unser eigenes Leben ändern würden (zum Positiven) in die Tat umzusetzen?

Tanzos: „Ich denke, dass Gewohnheiten eine unspektakuläre aber ganz entscheidende Rolle spielen. Denn selbst die unangenehmsten Gewohnheiten bieten eine trügerische Sicherheit, aus der man sich oft nur schwer heraus bewegen kann.“

Deine EP heißt “Win fight dream lose”. Klingt für mich auf den ersten Blick erstmal traurig. Man gewinnt zwar den Kampf, verliert aber seinen Traum. Was steckt hinter dem Titel der EP?

Tanzos: „Das ist eine interessante Interpretation, so kann man es natürlich auch lesen. Für mich ist diese Wortkombination eher eine Art Prozess, der sich laufend wiederholt, wenn man sich entscheidet nicht stehenzubleiben. Die Reihenfolge kann sich selbstverständlich ändern und das „lose“ ist ja zum Glück oft nur ein zeitweiliges Scheitern. Wenn man es als fixen Bestandteil einer Entwicklung sieht, kann man dem Scheitern schon vorab den Schrecken nehmen.“

Du hast ja mit zeronic und Mik schon zwei Projekte hinter dich gelassen. Wo siehst du auf jeden Fall wichtige Überschneidungen und wo grenzt du dich ganz klar ab, auch hinsichtlich deiner EP?

Tanzos: „Überschneidungen gibt es sicher dadurch, dass ich nie einen groß angelegten Genre- oder Stilwechsel angestrebt habe. Alle Phasen klingen zwar unterschiedlich, aber es zieht sich ein Stil durch, den man als song- und gitarrenorierntiert bezeichnen kann. Die neue EP ist ein noch stärkeres Bekenntnis zur Klarheit und Reduktion in den Arrangements.“

Seit deinem ersten Release als Tanzos im Jahr 2019 (“Time Will Fly”) bis heute, welche Entwicklung zeichnest du selbst bis zu deiner ersten EP mit Tanzos?

Tanzos: „Es war zugegeben ganz spannend, eine Zeit lang einfach Singles zu veröffentlichen, ohne auf eine ästhetische Klammer achten zu müssen. Zu der Zeit hab ich auch immer nur einzelne Songs geschrieben und sie dann fertig produziert. Vor ca. einem Jahr hab ich dann wieder begonnen, über einen längeren Zeitraum hinweg ohne technische Hilfsmittel viele neue Songs zu schreiben, die im Kern auch nur mit Gitarre und Stimme funktionieren würden. So hat sich dann der Weg zum Sound der neuen EP entwickelt.“

Welche Erwartungen hast du selbst, wie “Win fight dream lose” bei deinen Zuhörer:innen aufgenommen wird?

Tanzos: „Ich hoffe, dass man mit den Songs in einen intensiven, freundschaftlichen Dialog treten kann, der mal fordert und mal Zuspruch gibt. Wenn das gelingt, würde ich mich sehr freuen.“

 

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