Das Soundkartell und Regensburg Digital präsentieren: Transhuman Nature

Das Soundkartell und Regensburg Digital präsentieren: Transhuman Nature

Heute ist es mal wieder soweit. Eine Woche nach dem wunderschönen Reeperbahn Festival in Hamburg geht es dieses Wochenende wie schon zuvor zusammen mit Regensburg-Digital wieder weiter mit Musik aus Regensburg. Schon seit Anfang August stellen wir euch dabei wirklich feine und schöne Musik aus Regensburg vor. Die Anzahl an guten Bands in Regensburg ist schier unerschöpflich, und so bekommen wir Woche für Woche Anfragen von Bands, die wir doch in unserem Special vorstellen sollten. Das ehrt uns wirklich sehr und bestätigt uns auch in unserer Arbeit. Wir hoffen natürlich, dass euch die Musik weiterhin genauso gut gefällt wie uns selbst. Dieses Wochenende stellen wir euch eine weitere Band vor, die es wahrlich verdient hat gehört zu werden: Transhuman Nature

Wann eine Band gegründet wurde verrät eigentlich schon immer recht viel über die Band selbst und auch darüber wie gut die Chancen stehen nach oben zu gelangen. Gibt es eine Band bereits seit etlichen Jahren und hat schon diverse CDs veröffentlicht, so steht es nicht gut um die Band, wenn sie denn dann immer noch nicht wirklich den Sprung in die Öffentlichkeit geschafft hat. Ist eine Band allerdings erst kürzlich entstanden und präsentiert kurz nach der Gründung viel hörbares Material, so kann man davon ausgehen, dass sie es bald schaffen werden ihre Hörerschaft auch bundesweit erreichen zu können. Bei Transhuman Nature stehen somit alle Weichen auf Erfolg. Allzu viel ist nicht bekannt über Transhuman Nature und so stellt sich einem auch berechtigter Weise die Frage, ob es denn immer notwendig ist möglichst viel preiszugeben? Sicher nicht, denn was zählt denn nicht mehr als der musikalische Beweis?

So handhaben es auch die vier Regensburger von Transhuman Nature. Betrachtet man das Bild auf ihrer Homepage so erkennt man darauf vier verplasste junge Herren, die sehr trendig und stilbewusst gekleidet auf einer Anhöhe stehen und im Hintergrund glitzert und funkelt vermutlich die Stadt Regensburg. Ein schönes Panorama haben sich Transhuman Nature da für ihr Pressefoto ausgewählt.

Im Juni 2012 releasten sie ihre erste und gleichnamige EP, auf der man vier Tracks vorfindet. Über ihren Stil Musik zu machen schreiben sie selbst, dass sie sich in den Sphären des Post-Punk, Wave, Synth-Pop und natürlich dem Indie bewegen. Eine Mischung aus allem also? Die EP muss man gehört haben, so viel steht fest. Nicht nur um sich ein Bild von den vier Regensburgern machen zu können. Nein, Transhuman Nature klingen besonders. Klingen so, wie man es noch nicht oft gehört hat.

Eröffnet wird die EP von einem zweiteiligen Stück, denn den Track „Science & Maths“ haben sie in zwei Parts aufgeteilt, die beide jeweils über vier Minuten dauern. Der erste Teil „Science & Maths I“ wird durch einen finsteren und gedämpften Bass eröffnet. Schon bald gesellt sich ein eingängiges Gitarrenriff hinzu, bis letztlich zusammen mit dem Schlagzeug die äußerst markante Stimme einsetzt. Ein brausendes Gitarrenriff donnert dabei später allein ohne Vocals durch den Raum. Man hat fast das Gefühl, dass alles in diesem Moment „verschwimmt“, doch die Vocals fangen genau zum richtigen Zeitpunkt die Instrumente wieder ein.

Transhuman Nature produziert schon allein in diesem ersten Song eine mehr als schwermütige Stimmung, die schon eher in die Richtung des Shoegaze-Pops geht. Schon hier brechen sie relativ früh mit den typischen Popsong-Strukturen. Einen wirklich fließenden Übergang zu „Science&Maths II“ gibt es jetzt allerdings nicht. Der erste Teil wird dabei abgebrochen, eher eine kleine Verschnaufpause ist das, denn wieder wird es sphärisch zerbrechlich. Das erste Mal streuen sie auch eine melodiöse Gitarrenbegleitung mit ein, obschon die Melodie auch hier wieder mehr als eingängig ist. Transhuman Nature experimentieren in ihren Songs recht viel. Allein die Länge ihrer Tracks ist ungewöhnlich, aber umso mehr ein Zeugnis von musikalischer Kreativität. Auch wenn jetzt der Track „Now Here…Nowhere“ knapp über acht Minuten dauert, so hat man nicht das Gefühl, dass Transhuman Nature das künstlich in die Länge zieht. Variierende Rhythmen des Schlagzeugs erzeugen schöne Wechsel, ein etwas verschwommener Orgeleinsatz lässt dabei etwas an das alte Coldplay erinnern.

Transhuman Nature vor toller Kulisse

Transhuman Nature vor toller Kulisse

Urplötzlich stehen die Vocals, nach einer ausufernden instrumentalen Explusion allein nur mit dem Piano. Transhuman Nature sind an dieser Stelle für wahrliche Gänsehaut Momente verantwortlich, ohne dabei zu dramatisch zu klingen. Spätestens jetzt fügen sich auch das anfängliche Pressebild und die Musik von Transhuman Nature zusammen. Die Musik fängt dabei die Stimmung, die das Bild ausstrahlt perfekt ein. Auch „Spirits Are Caught“ überzeugt in seiner vollen über acht minütigen Länge. Bis zur Minute 0:47 hat man das Gefühl sich in einem anderen Song zu befinden oder gar zu träumen. Bis letztlich der Hörer durch die Gitarre geweckt wird. Wunderbar düster und wie ein mächtiger schwarzer Teppich legt sich die Musik aus „Spirits Are Caught“ dabei über alles vorher Gehörte. Ein wahres Highlight in diesem Track ist die in Minute drei einsetzende Gitarre. So einfach lassen sich mit Musik Gefühle übertragen. An dieser Stelle erinnern die Vocals etwas an die von Gorillaz, The XX ist dabei auch vertreten. Aber man kann auch Einflüsse von The Antlers oder Sigur Ros hören.

Transhuman Nature haben mit ihrer EP etwas Besonderes geschaffen. Ohne die Musikszene in Regensburg klein reden zu wollen, so etwas hat man selten aus Bayern gehört. Der einzige Makel der vier Regensburger ist, dass sie etwas trübselig klingen. Wahre „sunny Day“ Musik wird man bei Transhuman Nature also nicht finden. Doch wer das vorher weiß und sich nicht abgeschreckt fühlt, wird dennoch seine wahre Freude mit ihnen haben.

So, um jetzt noch die relativ kleine Fanbase von Transhuman Nature zu erweitern, kommt ihr hier auf ihre Facebookseite. Auf dieser findet ihr auch ihre EP zum nachhören.

Hier kommt ihr auf ihre Homepage um euch über kommende Liveauftritte informieren zu können.

Und zu guter Letzt gibt es jetzt noch von Transhuman Nature den grandiosen Track „Spirits Are Caught“ in voller Länge:

[soundcloud]http://soundcloud.com/soundkartell-ii/transhuman-nature-spirits-are[/soundcloud]

 

 

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