Letters To You – Malerischer Akustik-Pop aus Ingolstadt

Letters To You – Malerischer Akustik-Pop aus Ingolstadt

Fast schon zu lange ist es nun her, dass euch das Soundkartell mal wieder wirklich unbekannte un gute Musik aus Bayern vorstellt. Das geriet in den letzten Wochen etwas arg in Vergessenheit, lag aber auch daran, dass es einfach drumherum so schier viel Arbeit gibt. Die gute Musik in Bayern geht allerdings auch nicht aus. Deshalb stellen wir euch heute eine wirklich schöne und gute Akustik Band aus Ingolstadt vor. Letters To You heißt die Formation aus Oberbayern und gibt wirklich gute Popmusik zum Besten.

Letters To You bezeichnet sich selbst als ein Projekt. Ein Akustik-Projekt. Dieses Projekt besteht aus drei jungen Herren, dem Danny(Vocals,Harp), Toni (Guitar,Metallophone) und Steve (Guitar,Piano). Doch auf ihrer 2012 veröffentlichten EP „True Words Of Life“ finden sich auch andere Künstler. So featern sie zusammen mit dem Sänger von Slut oder es begleitet sie eine schöne Frauenstimme.

Für die Musik von Letters To You kommen akustische Gitarren, ein Piano und eine prägnante und einfühlsame Stimme zum Einsatz. Akustische Musik wird heutzutage ja immer schnell einem bestimmten und eigentlich mittlerweile mehr nichtssagendem Genre zugeteilt: Indie

Akustische Elemente gibt es mittlerweile allerdings auch im Jazz oder im Folk. Ganz so einseitig ist die Zuordnung jedenfalls nicht. So auch nicht bei Letters To You.

Der Prologue auf ihrer EP gibt – obwohl er vollkommen instrumental ist – einen ersten Vorgeschmack, was man jetzt in den nächsten noch kommenden sechs Tracks erwarten kann. Malerische, bis ins Detail verliebte Songs. Äußerst minimal kommt dabei der Einstieg daher, doch so einfach die Musik ist, umso schöner klingt sie. Einen wahrlich perfekten Übergang bildet dieser instrumentale Track zum folgenden „May 13“. Hier kommt zum ersten Mal die Stimme von Danny zum Einsatz. Belgeitet wird dieser in einem Duett durch Julia Maronde. Auch hier begleitet eine Akustikgitarre mehr als minimal. Anfangs mag man zwar meinen, das sei etwas dünn, aber mehr braucht es durch die stimmliche Doppelbesetzung auch nicht.

Ohne schon zu viel vorweg zu greifen, wird der Track „Far From Any End (feat. Chris Neuburger)“ zum Highlight der EP. Ein ergreifend schönes Pianointro leitet den Titel gebührend ein, und bleibt während des ganzen Songs auch bestehen. Überrangend stilvoll ist der Track geworden, denn noch mehr Emotionen kann man in 2:09 Minuten eigentlich nicht verpacken.

Etwas elektronischer wird es dabei hingegen bei „Under The Streetlights“. Auch hier zieht sich ein schöner Klangteppich durch die gesamte Spielzeit. Auch dieser Track ist voll instrumental und wird durch einen etwas exotisch, vielleicht afrikanisch klingenden Ryhtmus begleitet. Diesen Track muss man direkt nochmal hören, um so wie alle Nuancen in diesem Track hören zu können. Er besticht in seiner Liebe zum Detail und malt wunderschöne Bilder. Weiter geht es mit „Breath In|Breath Out“ und einem weiteren zauberhaften Stück. Hier hört man schon eher Einflüsse des Indies heraus. Dannys Gesang wirkt wuchtig und in seinen Tiefen dennoch nicht zu grob, diese Tiefe hat etwas wohliges an sich. Sehr gelungen ist dabei das Ende des Songs. Dieser Schlussakt hört sich an wie ein Herzschlagen in Meerestiefe.

Die Sounds auf der EP von Letters To You bleiben konsequent schön, so auch in „Coming Home“. Ganz schlicht wird dabei auch hier wieder der Gesang von Danny von einer akustischen Gitarre begleitet. Schöne Arrangements gesalten Letters To You da, und das schöne an der EP ist, dass die Ingolstädter sie sogar hier als kostenlosen Download anbieten. Dass Letters To You ein Faible für schöne instrumentale Tracks haben, stellen sie auch im letzten Track „The Miracle In Your Belly“ unter Beweis. Sehr sphärisch, atmosphärisch und durch das Piano auch wunderschön ausgefeilt, so beendet dieser Track die wirklich sehr gute gelungene EP der Oberbayern.

Wenn es eines gibt, das dem Hörer beim Hören der Platte klar werden soll, dann, dass Musik nicht immer bis in den letzten Ton aufgehübscht werden sollte. Denn dadurch überfrachten etliche Bands ihre Musik. Das kann einem bei Letters To You nicht passieren. Im Gegenteil, Letters To You gestalten ihre Songs so schön schlicht und man spürt und hört dennoch mit wie viel Liebe und Herzblut sie dabei an ihre Songs heran gehen.

Noch ist Letters To You ein kleiner Stern am bayerischen Musikhimmel. Aber wenn sie so weiter machen und vor allem ihr Motto weiter so hoch auf ihre Fahnen schreiben, werden sie mit ihren malerischen Songs bestimmt bald bekannter. Bei Letters To You bekommt man ein ganz wohliges Gefühl, da es sie immer noch gibt: bodenständige bayerische Musik zum verlieben.

Um Letters To You weiter zu begleiten und sie euren Freunden näher zu bringen kommt ihr hier auf ihre Facebookseite.

Auf ihrer Homepage werdet ihr unter anderem über alles andere auf dem laufenden gehalten.

Und jetzt gibt es zu guter Letzt noch von Letters To You den schönen Track „Far From Any End feat. Chris Neuburger“:

[soundcloud]http://soundcloud.com/letterstoyou/far-from-any-end-feat-chris[/soundcloud]

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