Daniel Joy

Daniel Joy Songwriter aus der Kleinstadt

Daniel Joy aus Hobro; Fotocredit: Kasper Knudsen

Daniel Joy aus Hobro; Fotocredit: Kasper Knudsen

Das Soundkartell stellt Euch zum ersten September Wochenende den dänischen Songwriter Daniel Joy im Review vor.

Mit noch nicht einmal 12.000 Einwohnern ist Hobro wirklich eine kleine Provinzstadt in Dänemark. Für uns in Deutschland scheint das zumindest so. Doch in Dänemark war Hobro mal eine mehr oder weniger wichtige Handelsstadt. Mit Daniel Joy habe ich den ersten Musiker hier auf dem Blog aus dieser Stadt. Und ich dachte zuerst, ok er wird zu 100% auf Dänisch singen. Allein weil er so lokal verortet ist. Doch der Songwriter überrascht zu allererst schon dadurch, dass er englischsprachig textet und das nicht zu schlecht.

Daniel ist gerade mal 21 Jahre jung und wenn es ihm um seine Musik geht, dann führt auch kein Weg an Songwritern wie Ed Sheeran, James Bay, Jamie Lawson, Mads Langer und John Mayer vorbei. Also die nennt er zumindest als unabdingbare Einflüsse. Und wer seine Songs zum ersten Mal hört, wird sich denken: Aha, der Vergleich ist gar nicht mal so weit her geholt.

Im März diesen Jahres hatte er seine EP „Somewhere in the Mess“ rausgebracht. Und die ersten beiden Tracks „Chasing Dreams“ und „Dear Rosie“ geben den Takt für die restlichen Songs vor. Die Stimme ist füllig und meiner Meinung nach locker mit denen seiner Einflüsse mithalten. Daniel Joy hat einen gewissen Groove und vor allem er kann auch Gitarre spielen. Also beides. Gut singen und spielen. Das ist in heutiger Zeit nicht mehr selbstverständlich.

Ok klar. Daniel drückt uns hier schon einen stereotypen Singer-Songwriter Stempel auf. Das ist nicht bahnbrechend neu. Die Songs halten wenige Überraschungsmomente bereit. Und der ein oder andere strenge Kritiker mag jetzt auch sagen, dass es hier wenig Entwicklungspotential gibt.

Betrachten wir ihn aber mal aus der Perspektive, wie unbekannt der Däne noch ist und wohin ihn der Weg noch führen wird, dann ist das schon beachtenswert. Die breite Masse steht auf einen solchen Sound. Das habe ich mit Mads Langer live im Substanz am eigenen Leib erleben müssen. Daniel Joy könnte da den gleichen Weg gehen. Er wirkt nur viel authentischer als sein Kollege Mads.

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