Caspian Sea Monster

Caspian Sea Monster Debütalbum

Caspian Sea Monster Debütalbum Rezension

Caspian Sea Monster Debütalbum Rezension

Die Chemnitzer Post-Rock Band Caspian Sea Monster releast ihr erstes Studioalbum.

Ich musste zuerst einmal lachen und schmunzeln gleichzeitig. Caspian Sea Monster liefern mir hier ein erstes Album ab, bei dem jeder Track mehr als 4 Minuten geht. Was für ein Traum! Endlich mal wieder eine Platte mit gefühlt unendlicher Spielzeit. 55 Minuten um genau zu sein. Ich habe die Band ja bei meinem Blog-Geburtstag nicht umsonst gebucht. Vom ersten Moment an, habe ich mich in die Band aus Chemnitz verguckt.

Insofern bin ich wohl auch befangen. Aber bei diesem komplexen Post-Rock Sound ist das auch völlig legitim wie ich finde. 9 Songs haben sie auf Platte gepackt und für ihr Debütalbum ist das eine unfassbar gute Leistung. Eine Band braucht heutzutage ja unbedingt ein Alleinstellungsmerkmal und Caspian Sea Monster haben das verinnerlicht.

Selten hatte ich live ein so tiptop eingespielt und abgestimmte Band gehört. Dafür, dass diese Platte das Erstlingswerk ist, hört sich das schon echt verdammt gut an. Für viele war der Sound bei der Live-Veranstaltung zu schwer. Klar ist der Sound eher ein depressiver und strotzt nicht vor Sommergefühlen.

Aber wie viel Energie und Ballast in ihren Songs steckt ist schier unglaublich. „Basement“ zum Beispiel, als erster Track, den ich von der Platte weggehört hatte, bietet so viel Spielraum, Spiegelfläche und ist für mich wie eine Person, die unglaublich reflektierend erscheint. Klar gibt es eine Grundstruktur, aber gefühlt bleibt kein Stein auf dem anderen stehen. Alles wird versetzt, von einer anderen Seite betrachtet, nur um dann doch wieder zu fragen: Ist das wirklich gut so?

Die Antwort liegt in ihrem Songwriting selbst. Caspian Sea Monster ist mal wieder eine Band nach langer Zeit aus Deutschland, bei der ich Gänsehaut bekomme. Es ist eine Band, der ich so viel Erfolg wünsche, dass sie es packen, gehört werden und die Musik einfach ein Teil für andere Zuhörer wird.

„Razing Words“ ist an sich ein Workaholic-Track. Ein nimmer aufhörendes Uhrwerk in dem jedes Zahnrad greift und nur dadurch die gesamte Maschine am Laufen hält.

Eines ist bei ihrem Debüt klar: Eine Sommerplatte wird das nicht. Für mich schon, aber nicht für die anderen Zuhörer da draußen. Sie ist eine Liebhaberplatte für diejenigen, die diese Sprache des Sounds verstehen. Yeah, danke für dieses Meisterwerk!

 

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