Rezension: BRUNA & Adlit – „Moloch“

Debüt-Release „Moloch“ von BRUNA & Adlit

Debüt-EP von BRUNA und Adlit "Moloch"

Debüt-EP von BRUNA und Adlit „Moloch“

Kürzlich erschien mit „Moloch“ die erste EP von BRUNA zusammen mit dem Produzenten Adlit.

Das Hamburger Label Bliss feiert seinen Debüt-Release mit der EP „Moloch“, die in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Adlit und der DJ und Sängerin BRUNA produziert wurde. Fünf Tracks befinden sich darauf, einer im Original und vier weitere Remixe mit vier unterschiedlichen Produzenten und DJs. Man denkt zwar am Anfang, dass einen nicht wirklich große Abwechslung erwartet, aber die vier Remixe warten jeweils mit einer unterschiedlichen Interpretation des Original-Tracks auf. Überraschung Nummer 1 beim ersten Mal hören. Nur um Euch einen Überblick zu verschaffen, wer hier alles mitwirkt: Konvex & the Shadow (FR, AZZUR), Steven Shade, Felix Rabe, Melokolektiv (FR, AZZUR), Bélier + Ri-bass (MEX) und Kein Talent.

Das Hamburger Label hat sich für das Erstlingswerk kein wirklich leichtes Thema gesucht: Den G20 Gipfel, der ja im Juli für Furore sorgte und für einige Hamburger sogar dafür sorgte, dass man sich das erste Mal überhaupt in seinem Leben in seiner eigenen Stadt unsicher gefühlt hat. Das Wochenende hat massiv viele Emotionen transportiert und es gab groteske, emotionale Diskussionen. Der Verfall, die Gier und der gesamte Wahnsinn dieser wenigen Stunden wurde auf eine EP zusammengetragen. So verkörpern die Drum-Beats und der melancholisch-lethargische Gesang die Stimmungen und Emotionen aus diesen Tagen. Dazu müsst ihr den Original-Track hören.

Debüt-EP von BRUNA und Adlit "Moloch"

Debüt-EP von BRUNA und Adlit „Moloch“

4 Minuten und 50 Sekunden lang schleppen sich die Beats bis ans Ende des Songs. BRUNA macht das mit ihren Vocals dann fantastisch. Muss man ihr lassen, denn das funktioniert als emotionaler Träger perfekt. Düsterer Electronica-Pop Sound, der zwar insgesamt noch etwas mehr Abwechslung vertragen könnte, ob der längeren Spielzeit. Aber man taucht ein und bekommt ziemlich schnell einen Zugang zum Sound und Songkonstrukt an sich. Liebevoll und mit dieser immer wiederkehrenden Strophe „Taking my, taking my, taking my breath.“ staunt man ganz gut, wie einen das in den Bann zieht.

 

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