Bewusst verwirrend: Monsterheart mit Debütalbum „W“

Bewusst verwirrend: Monsterheart mit Debütalbum „W“

Anwärter für das Album des Jahres 2014: Monsterheart aus Wien

Anwärter für das Album des Jahres 2014: Monsterheart aus Wien

Es ist endlich soweit und Monsterheart aus Wien veröffentlicht ihr Debütalbum “W” bei Seayou Records. Im Fokus stehen ihre Vocals und um diese herum funkelt und flunkert alles. Das Soundkartell hat es durch gehört und berichtet euch, wie es klingt.

Die Platte mit den elf Titeln des Debütalbums der Wienerin Monsterheart beginnt mit einem Drum-Computer ähnlichen Beat. In “West” entfalten sich etwas psychedelisch danach ein Klangspiel, ein Keyboard und letztlich die begnadete und unverkennbare Stimme von Monsterheart. Etwas undisponiert kommt einem der Start von “W” vor, doch das hat Konzept und wird uns sogleich im folgenden Titel “Redhood” bewiesen.

 

 

Das Album der jungen Dame ist atemberaubend gut geworden, dabei gibt es das Projekt erst seit dem Jahr 2011. Damals lebte sie zeitweise mal in Los Angeles, in Berlin und in Tel Aviv, bis sie letztlich in Wien sesshaft wurde.
Es ist ein starkes Debüt, das Monsterheart hier hinlegt. “W” strotzt geradezu von sogenannter “Frauen-Power” und wirkt erfrischend experimentierfreudig.

 

Geheimtipp für das Album des Jahres 2014: Monsterheart aus Wien

Geheimtipp für das Album des Jahres 2014: Monsterheart aus Wien

 

Teilweise sind die Songs minimalistisch, schlicht arrangiert und so findet wie in “Basement” meist der Gesang einen Platz, der hervorsticht. Da können wir fast schon von Sprechgesang reden und während im Hintergrund eine elektronische Orgel hin und her wankt.

Mit ihrer Stimme vermag Monsterheart Großes. Dadurch baut sie eigene Melodiebögen auf, die dann nicht unbedingt mehr brauchen, als einen Synthie-Beat und eine weiter geloopte Stimme von ihr. Dass sie viel von sich selbst und ihrer Musik hält, hören wir in jedem ihrer Stücke heraus. Das verleiht ihrer Musik ein gewisses prachtvolles Glam-Element.

Monsterheart jongliert hier mit wahren Pop-Prachtstücken, ohne sich dabei einen entscheidenden Fehlgriff zu leisten. Zwar ist “Oh Death” immer noch der stärkste Titel der Platte, aber dennoch gefallen auch die anderen zehn Titel ungemein. Das Album der Wienerin muss zwar nicht notwendigerweise bis nach Los Angeles ankommen, aber eine Pop-Welle bis nach Berlin wäre mehr als wünschenswert. “W” hätte dort sicherlich mehr als eine handvoll begeisterte Hörer und stellt einen wahren Geheimtipp in Sachen Album des Jahres 2014 dar. Keine Allerweltsmusik.

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