Adam Cohen

Neues Album für den perfekten Moment

 

Der Sohn tut es dem Vater gleich. Adam Cohen releaste vor gut zehn Tagen sein zweites Album “We Go Home”. Der Kanadier geht dabei ganz eigene Wege und steht dennoch irgendwie im Schatten von Leonard Cohen.

Wir können die Verbindung nicht abstreiten. Wenn wir hören, dass der Sohn von Leonard Cohen ebenfalls musiziert, gibt es vielerlei Reaktionen. Da sind die, die sich aufregen. Die meinen, andere müssten ewig dafür rackern. Er bekommt von seinem Vater alles zugesteckt. Studio, Geld und überhaupt: Es gibt eine Base für das, was Adam Cohen innerhalb seiner Musik publiziert.

Und dann gibt es da auch noch diejenigen, die sich die Musik des Sohnemanns nicht entgehen lassen wollen. Denn: Sie lieben die Musik von Leonard Cohen, also muss der Sohn ja auch gute Musik machen. Ergo gefällt uns auch die Musik seines Sohns. Selten gibt es dann noch die, die dem vollkommen neutral entgegen blicken. Denen das egal ist. Ja die Hauptsache ist doch: Die Musik ist gut.

Es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass Adam Cohen all das egal ist. Was zählt ist, dass er nun am 12. September mit “We Go Home” sein zweites Studioalbum herausgebracht hat. Exakt eine Woche vor dem neuen Album seines Vaters. Der Vorgänger war so genommen eine Ansammlung ans Herz gehender Songs. Bei einem Glas Rotwein und einer lauen Sommernacht, waren diese der ideale Begleiter.

Und jetzt halten wir den Nachfolger in unseren Händen, zu einer Zeit da laue Sommernächte vorbei sind und wir uns höchstens zu einem Glas Rotwein vor dem knisternden Kamin einfinden. Elf Titel hat Adam dazu produziert und sie sind ihm wieder wie aus einem Guss gelungen. Die gleichnamige Single des Albums werden wir aus einem Werbespot von Vodafone kennen. Mit ihr verhält es sich wie so oft mit Werbemusik: sie passt perfekt zur Werbung und vor allen Dingen bleibt der Song im Gedächtnis.

An dem Konzept, dass hier Musik für den wohligen Moment, für Momente, die wir zu gern mit lieben Mitmenschen teilen möchten, hat sich nicht viel verändert. Liebevoll wurden die Titel arrangiert und es wir hören ganz große Singer-Songwriter Kunst, die keinesfalls Ähnlichkeiten mit sonst winselnden Gitarren-Zupfern aufweist.
Die Musik lebt zugleich auch von der großen Stimme Cohens, die hier und da von weiblichen Vocals begleitet wird.

Fehlen dürfen hier natürlich auch die Streicher nicht. Ansonsten wäre “We Go Home” kein wirkliches Folk-Pop Album. Zudem geht es wie in “Love Is” oder “Swear I Was Here” hier auch wieder einmal vielfach um die große Liebe. Darum, für sie zu kämpfen. Sie zu behalten und auch um die Momente, die miteinander gelebt wurden. So kann es mitunter auch einmal herzzerreißend zugehen und wir müssen uns selbst dabei beobachten, wie wir dahin schmelzen.

Uns hat an diesen elf Titeln vor allem die stimmige Mischung an dichten Akustikgitarren und den überragenden Vocals von Adam gefallen. Wir werden mit Sicherheit noch öfter an diesem Album hängen bleiben. Es ist schließlich ein Album für gewisse Momente. Wie eben ein guter Wein, der nicht zu jedem beliebigem Anlass angeboten wird. Alles drumherum muss passen und das tut es hier allemal.

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